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Sein automatischer Türgriff-Säuberer brachte David Wintersberger zum Landesentscheid. foto: hans-helmut herold

Jugend forscht: Schwabsoiener weiter

Peiting - Das Allgäu hat abgesahnt in diesem Jahr bei Jugend forscht. Doch David Wintersberger (12) aus Schwabsoien hat den Sprung zum Landesentscheid geschafft

Von sechs Projekten, die beim Regionalentscheid zu „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ in der Peitinger Schloßberghalle den Sprung zum Landesentscheid geschafft haben, kommen fünf aus dem Allgäu. Doch ein heimischer Vertreter hält die Fahnen hoch: Der zwölfjährige David Wintersberger aus Schwabsoien, Schüler an der Schongauer Pfaffenwinkel-Realschule, holte sich mit seinem automatischen Türgriff-Säuberer den ersten Platz im Bereich Technik. „Damit hätte ich nie gerechnet, ich bin ja zum ersten Mal dabei“, sagte er aufgeregt.

Die Prüfer waren streng dieses Jahr. Bei „Jugend forscht“, also den älteren Teilnehmern, kam nur ein Projekt weiter, zwei Sonthofener Gymnasiasten mit einer Orientierungshilfe für Sehbehinderte. Bei „Schüler experimentieren“ waren es immerhin fünf - und einer davon Wintersberger. Er musste gestern Nachmittag lange zittern, denn es werden immer erst alle Teilnehmer eines Fachgebiets auf die Bühne gebeten, dann gab es erst kleine Geschenke, ehe die Sonderpreise und schließlich die Gewinner vom dritten Platz aufwärts verkündet wurden. Wintersberger hatte schon den Sonderpreis der Stadt Schongau erhalten, ehe er plötzlich am Ende noch den ersten Preis überreicht bekam. Der Schwabsoiener hat eine Art ,,Putzring“ gebaut, der aus einem kreisförmigen Schwamm besteht, mit Alkohol getränkt ist und von zwei Drähten automatisch über den Türgriff geschoben wird.

Heimische Schüler - teilgenommen hatten insgesamt 125 Nachwuchsforscher mit 57 Projekten - holten sich ebenfalls einige der insgesamt 22 Sonderpreise. Linus und Alexander Meier sowie Sven Köhler vom Schongauer Welfen-Gymnasium holten sich für ihr drahtloses Multifunktions-Sensormodul den Sonderpreis für eine tolle industrietypische Anwendung, Annalisa und Annika Nägele sowie Salome Janssen (Pfaffenwinkel-Realschule) sicherten sich für ihre selbstdesinfizierende Türklinke den Sonderpreis für eine gute Präsentation. Der Sonderpreis für eine originelle Arbeit ging an Clara Fochler, Sarah Janssen und Fransziska Herz (Welfen-Gymnasium) für den komplett-automatischen Panierer, Josef Frühschütz-Grüning, Moritz Seelos und Noah Würzle heimsten für ihre Zoombrille den Sonderpreis für eine pfiffige Idee ein.

„Um trotz der Globalisierung weiter wettbewerbsfähig zu bleiben, brauchen wir junge Menschen, die wissbegierig, forschungsfreudig und leistungsbereit sind. Genau wie die Teilnehmer von ‘Jugend forscht‘. Mit ihren Ideen, Erfindungen und Entdeckungen bringen sie den Standort Deutschland nach vorne“, sagte Thomas Englmann, Leiter des Unternehmensbereichs Antriebstechnik und Mitglied der Konzernleitung von Hoerbiger, dem langjährigen Sponsor der Veranstaltung.

Boris Forstner

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