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Zum Schluss gab es noch einmal einen kräftigen Applaus für alle Teilnehmer bei Jugend musiziert.

Jugend musiziert

„Ihr wart super!“

Schongau - Einen besonders glanzvollen Konzertabend mit herzerfrischenden jungen Musiktalenten erlebten die Besucher des Preisträger-Konzerts des Regional-Wettbewerbs „Jugend musiziert“ im Schongauer Sparkassenforum.

Die Pflicht hatten die Nachwuchsmusiker bereits hinter sich. Nämlich das 20-minütige Vorspielen vor einer gestrengen Jury. Jetzt folgte die Kür in Form des Preisträgerkonzerts. In Landsberg und Schongau hatten dieses Jahr die Ausscheidungen zum Wettbewerb Jugend musiziert stattgefunden, da der bisherige Austragungsort, das Kongresszentrum Garmisch derzeit saniert wird.

Ein nicht unerheblicher Kraftakt, wie Schongaus Musikschulleiter Karl Höldrich darlegte. Zum einen mussten die Teilnehmer weite Strecken von einer Jury zur anderen zurücklegen, zum anderen war das Ganze auch mit einigen Kosten und ehrenamtlichem Aufwand verbunden. „Jugend musiziert wird seit 1991 von der Sparkassen Finanzgruppe unterstützt. Wir wollen damit das besondere Engagement für die musikalische Bildung würdigen“, betonte in diesem Zusammenhang Sparkassen-Vorstand Alexander Schmitz.

In Harmonie: Benedikt Esper (Posaune) aus Altenstadt und Maximilian Schmid aus Peiting am Klavier.

Die jungen bis sehr jungen Musiker, die allesamt erste Preise beim Wettbewerb absahnten, fieberten derweil in festlicher Kleidung ihrem großen Auftritt beim Preisträgerkonzert entgegen. Höldrich übte sich deshalb in rhetorischer Bescheidenheit: „Ich halte es heute mit Felix Mendelssohn-Bartholdy, der Lieder ohne Worte vertont hatte.“ Die Hauptpersonen des Abends ermutigte er: „Im Gegensatz zum Wettbewerb schaut ihr heute ausnahmslos in wohlwollende Gesichter.“ Dieses Wohlwollen verwandelte sich im Laufe des Abends in Entzücken angesichts der gekonnt vorgetragenen Stücke.

Heimlicher Star des Abends war der blonde Maximilian Schmid aus Peiting, der gleich viermal auf der Bühne stand und sich nicht nur als hervorragender Oboe-Spieler, sondern auch als einfühlsamer Begleiter am Klavier erwies. Ebenso wie sein Schongauer Pendant Sean Mahner, mit dem er sich an Klavier und Oboe abwechselte. Auch Posaunist Benedikt Esper aus Altenstadt und Bariton-Spieler Anton Riedenauer aus Schongau vertrauten auf Maximilian Schmids Klavierkünste – und wurden nicht enttäuscht.

Mit langen blonden Haaren, kurzem blauen Kleidchen und Mini-Violine entzückte Veronika Schätz aus Bernried nicht nur mit ihren Geigenkünsten. Souverän begleitet wurde sie von Anna-Yumi Rattel am Klavier. Ebenfalls zu den jüngsten Preisträgern gehörte Benedikt Schöps aus Altenau, der auf seiner Violine mit „At Dusk“ von A. Carse und „Donkey Doodle“ von W. Kroll das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinriss. Begleitet wurde er dabei von seinem Lehrer Luciano Bitterlich.

Das Gitarrenduo Nils Bothe aus Kaufering (links) und Raphael Steinmeier aus Denklingen.

Beeindruckende Fertigkeit an der Viola zeigte Veronika Steinel aus Garmisch-Partenkirchen, die begleitet durch Lyubov Chepurnova am Klavier ein wunderbares „Allegro“ aus dem Konzert G-Dur von G. Telemann zu Gehör brachte. Fingerfertig auf hohem Niveau zeigten sich sowohl das Gitarrenduo mit dem Denklinger Raphael Steinmeier und dem Kauferinger Nils Bothe, als auch das Harfenduo Sarah Steinmeier aus Denklingen und Amelie Brennauer aus Peißenberg.

Mit viel Gefühl und Können glänzte Antonia Brunner aus Peißenberg, die mit ihrer Klarinette stimmig von Alicia-Viktoria Solice aus Eberfing auf dem Klavier begleitet wurde. Perfektes Zusammenspiel demonstrierten auch Moritz (Violine) und Lenz Defregger (Violoncello) aus Eberfing sowie Jutta Kraus (Klavier) aus Weilheim mit einem Kammermusik-Stück von Ludwig van Beethoven.

Den krönenden Abschluss des Abends bildete Benedikt Meyer aus Weilheim, der an seinem ausladenden Marimbaphon gekonnt vier Schlägel tanzen ließ. Zum Schluss bat Höldrich die jungen Musiker noch einmal auf die Bühne und fasste die Gefühle der begeistert applaudierenden Zuhörer perfekt zusammen: „Was wir erlebt haben, war etwas Besonderes. Tausend Dank, ihr wart super!“

Ursula Fröhlich

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