Freches Design mit Heimatgefühlen gibt’s bei Inga Raab (mit Tochter Nele), die das junge Schongauer Modelabel „G’mahde Wies’n“ gegründet hat. foto: bas

Junges Schongauer Mode-Label „G’mahde Wies’n“: Heimat im Herzen und auf der Brust

Schongau - Es ist viel mehr als nur ein Stück Stoff - es ist ein Stück Heimat, das sich an den Körper schmiegt, das Herz erwärmt. Wer die Shirts macht:

Es ist eine ungewöhnliche Idee. Eine Idee von Heimat, vom Gefühl des Zuhauseseins, dem Gefühl, ein Stück Daheim bei sich zu tragen und es der ganzen Welt mit stolzgeschwellter und bedruckter Brust zu zeigen: Da bin ich her, da gehör’ ich hin. Inga Raab aus Schongau macht’s möglich. Die 32-Jährige hat im August das Modelabel „G’mahde Wies’n“ gegründet. Ein Modelabel, das nicht etwa irgendwelche T-Shirts stapelweise auf den Markt schmeißt. Stattdessen werden Shirts aufwändig gestaltet - für Menschen, die ihre Liebe zur Heimat auf der Haut tragen und dabei nicht spießig-altbacken, sondern modern-frech rüberkommen möchten.

Das Besondere an den Aufdrucken, die es jetzt auch auf Taschen und schon bald als Kinder-Kollektion geben soll: Sie zeigen Motive aus der Heimat aus ungewöhnlicher Perspektive. Da spielen Männer in Business-Anzügen Fußball vor dem Münchner Siegestor, am Stachus marschiert ein Business-Mann, die Ski geschultert in Richtung Urlaub. Quasi raus aus dem Büro und ab in Richtung Berge.

Für Schongau-Fans gibt’s bislang noch kein Sportmotiv, dafür aber das Ballenhaus auf weichem Shirt, ebenso den Marienplatz. Ein Hingucker-Sport-Motiv soll folgen. Alle Motive hat das „G’mahde Wies’n“-Team übrigens selber mit Kumpels gestellt und mit der Kamera festgehalten. Bei dem Fußballspiel vor dem verkehrsträchtigen Siegestor gar kein so leichtes Unterfangen.

Doch was soll eigentlich der ganze Sport-trifft-Sehenswürdigkeiten-Kram? „Die Shirts sollen zeigen, was wir in Bayern haben“, erklärt Inga Raab. Bayern: Das ist Berge und Seen. Freizeitwert trifft Business und Kultur. „Wir wollen mit den Shirts das bayerische Lebensgefühl zeigen, zeigen, dass wir stolz sind auf Bayern.“

Die Geschäfts-Idee hatte die junge Schongauer Mama übrigens auf Reisen mit ihrem Ehemann Florian. Beide waren lange im Ausland unterwegs. Und so aufregend und schön es auch überall gewesen sein mag. „Wir haben immer wieder an daheim gedacht.“ Weil’s da eben am schönsten ist.

Das finden offenbar auch viele Kunden. Vor allem die Nachfrage nach den Heimat-Shirts in ländlichen Gefilden ist groß. „Wir werden noch lokaler werden“, so der Plan bei der jungen Schongauer Firma „G’mahde Wiesn“.

Will heißen: Garmisch und Füssen werden mit ins Programm aufgenommen. Neuschwanstein ist schon drin. Aber auch der Auerberg - ein Herzensanliegen für die aus Bernbeuren stammende Firmenchefin. Das Bergktten-Panorama vom Gipfel des Auerbergs soll es als Spezialanfertigung geben: Als Rundum-Körper-Motiv mit Aufdruck vorne und hinten.

Apropos Druck: Bei den „G’mahde Wies’n“-Shirts wird nicht einfach so billig aufgedruckt, dass nach dem Waschen der ganze schöne Druck am Bügeleisen kleben bleibt. Vielmehr handelt es sich um ein aufwändiges Verfahren. Das fotografierte Motiv wird spiegelverkehrt mit Spezialtinte auf Papier gedruckt.

bas

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