Kardinal Marx weiht neuen Altar in Maria Egg in Peiting

Peiting - In einem feierlichen Pontifikalamt mit der Weihe des neuen Volksaltars und der Segnung des neuen Ambos wurde die umfangreich renovierte Wallfahrtskirche Maria Egg gestern wiedereröffnet. Im Verlauf der Altarweihe setzte Erzbischof Reinhard Kardinal Marx Reliquien der Seligen Kaspar Stanggassinger und Otto Bischof von Freising ein.

„Wenn ich wiederkomme und der Aufgang zur Kanzel fertig ist, geh ich auch da mal rauf.“ Tief beeindruckt zeigte sich Kardinal Reinhard Marx von dem herzlichen Empfang, dem ihm seine Peitinger am westlichen Eckpfeiler der Diözese gestern bereitet haben. Angefangen vom musikalischen Gruß der Knappschafts- und Trachtenkapelle über die Harmonie von Kunst, Blumenschmuck und Musik bis hin zum Lob Gottes der Gläubigen passte alles an diesem Tag.

Pfarrer Hans Speckbacher hatte seinen Pfarrverband - man sah auch viele Hohenpeißenberger - durch die neuntägige Novene gut vorbereitet. Mesner Markus Jocher, „Hüter des Heiligtums“, war zudem ein Garant, dass alles reibungslos ablief.

„Ich freue mich für das ganze Erzbistum, dass uns dieser Tag geschenkt wird, an dem Maria Egg als geistlicher Anziehungspunkt neu an Gewicht gewinnt.“ Kardinal Reinhard Marx war sichtlich ergriffen und stellte deutlich heraus, dass es nun in unseren Herzen weitergehen müsse. Auch er selbst wolle Maria Egg in die Reihe der Wallfahrtsstätten aufnehmen, in die er abwechselnd zum Oktoberrosenkranz kommt. Wallfahrtsorte wie Santiago ziehen die Menschen von heute an. Es sei wichtig, innerlich Pilger zu bleiben und dass es Orte der Begegnung mit Gott gebe, stellte Kardinal Reinhard Marx in seiner Predigt klar heraus. Das ewige Licht mache deutlich, dass Jesus Christus „hier bei uns wohnt.“

Nach der Weihe des Wassers segnete der Erzbischof die Anwesenden sowie Ambo und Altar. Mit heiligem Chrisamöl salbte er anschließend den Altartisch und verbrannte Weihrauch darauf. In seiner leutseligen Art eroberte Kardinal Marx die Herzen der Gläubigen im Sturm, die geistlich gestärkt und ermutigt in den kommenden Jahren hier den Weg weitergehen.

Von dem Glücksgefühl und dem Stolz über die gelungene Restaurierung geprägt war auch der Festakt in der Schloßberghalle. Max Fuchs ließ dabei die Bauabschnitte von der Dachsanierung über die Fassade und Turm bis hin zum glanzvollen Wiedererstrahlen von Raumschale und Ausstattung Revue passieren.

2,1 Millionen Euro

2,1 Millionen Euro kostete die Gesamtmaßnahme, wovon 30 Prozent von der Pfarrei St. Michael gestemmt werden mussten. Der Rest wurde aus Kirchensteuermitteln bestritten, wie Martin Gastberger vom Erzbischöflichen Ordinariat bekannt gab. Er dankte allen Handwerkern und Künstlern, insbesondere Bauleiter Anton Stangassinger für das Einfühlungsvermögen, dem engagierten Mesner Markus Jocher, Max Fuchs von der Kirchenverwaltung und Projektleiter Klaus Bogner. Pfarrer Hans Speckbacher erinnerte an die Opferbereitschaft „unserer Vorfahren“, die dieses Gotteshaus erbaut haben. Ein herzliches Vergelt’s Gott sagte er allen Spendern und freiwilligen Helfern der jetzigen Baumaßnahme.

Dass unsere Gesellschaft um vieles ärmer wäre, wenn es diese vielfältigen freiwilligen Helfer nicht gäbe, stellte ebenso Bürgermeister Michael Asam heraus: „Unsere Gemeinde ist wieder um ein Schmuckstück reicher geworden.“ Davon konnten sich alle bei der kunsthistorischen Führung durch Hans Rohrmann überzeugen.

hg

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