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224 Soldaten des Ausbildungsbataillons 3 wurden vereidigt. Diese sechs Soldaten sprachen dabei die Eidesformel.

Gelöbnisfeier in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne

„Sie übernehmen Verantwortung für Ihr Land und Ihre Untergebenen“

Altenstadt - „Mit diesem Schwur übernehmen Sie eine herausragende und nachhaltige persönliche Verpflichtung für die Bundesrepublik Deutschland.“ Das sagte mit Oberstleutnant Roland Pietzsch der Kommandeur des Ausbildungsbataillons 3. zu 224 Feldwebel- und Unteroffizieranwärtern.

Die Ehrenformation mit der Fahnenabordnung und das Gebirgsmusikkorps aus Garmisch-Partenkirchen sowie geladene Gäste aus Militär, Politik, Polizei, Schulen, der Wirtschaft sowie die Vorsitzenden der umliegenden Soldaten- und Veteranenvereine und die Angehörigen der jungen Soldaten: Sie alle bildeten den Rahmen für die Gelöbnisfeier der 224 Soldaten und Soldatinnen in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne. Es waren die Soldaten der ersten Kompanie des in Altenstadt stationierten Bataillons. Die zweite Kompanie wird zum 1. Juli von Füssen nach Altenstadt verlegt.

Oberstleutnant Roland Pietzsch sagte in Richtung der angetretenen Soldaten: „Sie nehmen mit Ihrer Entscheidung, Soldat zu werden, nicht nur Einschränkungen in Ihrer persönlichen Lebensführung in Kauf. Vielmehr binden Sie Ihre Person, um in der Bundeswehr zum Erhalt unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung beizutragen.“ Die Soldaten würden künftig bei Einsätzen und einsatzgleichen Verpflichtungen als Vorgesetzte besonders gefordert. „Sie übernehmen Verantwortung und Fürsorgefunktion für das Ihnen unterstellte Personal.“

Fachliche Kompetenz, Führungskönnen und Führungswille sowie körperliche und geistige Belastbarkeit seien dabei wesentliche Faktoren, „an denen Sie gemessen werden“. Das Vertrauen der Vorgesetzten, der Kameraden und der Untergebenen sei nur zu erlangen, „indem Sie durch einwandfreie charakterliche Haltung ein gefestigtes soldatisches Selbstverständnis und Empathie für die berechtigten Belange der Ihnen unterstellten Soldaten als wesentliches Element Ihres Führungsstils erkennen und in klares Handeln umsetzen“.

Nach der Gelöbnisfeier hatten Angehörige und Freunde die Möglichkeit, von den vereidigten Soldaten Bilder zu machen.

Nach der Hälfte der Rede des Kommandeurs gab das Mikrofon seinen Geist auf. Roland Pietzsch war auch so mit seiner ausgeprägten Kommandostimme auf dem gesamten Appellplatz gut zu verstehen.

Einen Einblick in die Ausbildung der Lehrgangsteilnehmer gab anschließend Feldwebel-Anwärter Perri, seit 4. Januar 2016 Soldat im Ausbildungsbataillon. Er sagte, er leiste militärischen Dienst aus moralischen Gründen. Den Dienst bei der Bundeswehr sehe er als Berufung. „Dazu gehört auch, dass ich für Auslandseinsätze zur Verfügung stehe.“ Der junge Feldwebelanwärter versicherte, er habe sich für den Dienst bei der Bundeswehr entschieden, um „Deutschland treu zu dienen und gegebenenfalls mit Waffengewalt zu verteidigen“.

Wie es sich für eine Gelöbnisfeier gehört, spielte das Musikkorps zwischen den Reden etliche Märsche. So zum Beispiel den Bayerischen Defiliermarsch, zu dem Roland Pietzsch die Front der Ehrenkompanie abschritt. Zu den weiteren Märschen gehörte der „König Ludwig II-Marsch“ und letztlich das „Bayerische Militärgebet“, zu dem die Soldaten gelobten, der Bundesrepublik treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. „So wahr mir Gott helfe.“

Gemeinsam sangen die vereidigten Unteroffizier- und Feldwebelanwärter mit den geladenen Gästen, ihren Eltern, Geschwistern und Freunden die Deutsche und die Bayerische Nationalhymne. Soweit sie textsicher waren.

Walter Kindlmann

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