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Ablegung des Fahneneides in der Kaserne in Altenstadt. Diese Soldaten geloben, der Bundesrepublik treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.

Kaserne Altenstadt

140 Soldaten feierlich vereidigt

Altenstadt - „Wer sich persönlich in die Pflicht nimmt, diesem Land treu zu dienen, handelt mutig.“ Das sagte Oberstleutnant Roland Pietzsch, Kommandeur des Ausbildungsbataillons 3, bei der feierlichen Vereidigung von 140 Feldwebel- und Unteroffizieranwärtern in Altenstadt.

Die Ehrenformation mit der Fahnenabordnung und das Gebirgs-Musikkorps sowie Offiziere befreundeter Einheiten und Gäste aus der Politik wie MdL Harald Kühn und die Bürgermeister aus Altenstadt und Umgebung bildeten den Rahmen für die Gelöbnisfeier der 140 Soldaten in der Franz Josef Strauß-Kaserne. Am 1. Juli haben die Lehrgangsteilnehmer in der ersten Kompanie des Bataillons in Altenstadt mit ihrer Ausbildung begonnen.

Einen Einblick in die Ausbildung der Lehrgangsteilnehmer gab Cam Keeping. Der junge Soldat mit kanadischen Wurzeln – sein Vater war 22 Jahre Soldat in der kanadischen Armee – schilderte am Rednerpult seine Eindrücke, die er die letzten eineinhalb Monate nach dem Wecken morgens um sechs Uhr gesammelt hatte. Diese Zeit sei geprägt gewesen von Unterrichten, der Ausbildung an Waffen und Gerät sowie dem Formaldienst.

Eine Herausforderung sei allerdings der „Eingewöhnungsmarsch“ mit Waffe und schwerem Gepäck gewesen. „Ehrgeiz, Zielstrebigkeit und die Ausbilder trieben uns zurück in den Standort.“ Er habe sich, so Keeping, dafür entschieden, für die Werte seines Vaterlandes einzustehen und so seinem Land zu dienen.

Oberstleutnant Roland Pietzsch indes sagte, etliche der Lehrgangsteilnehmer hätten ausländische Wurzeln. Mit Ablegen des Eides würden sie sich zu diesem Land bekennen und auch dazu, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen. „Alle wie sie hier stehen, pflegen Freundschaften, Verlässlichkeit und das Gebot der Kameradschaft.“ Dies alles bedeute aber auch die Rückstellung eigener Interessen. „Mit dieser mutigen Entscheidung bereichern Sie die Gesellschaft.“

Albert Hadersbeck indes war es vorbehalten, daran zu erinnern, dass Soldaten seit Mitte der fünfziger Jahre „ein wichtiger und wertvoller Teil unserer Dorfgemeinschaft und der Region sind“. Der Altenstadter Bürgermeister bedankte sich bei den angetretenen Soldaten für deren Bereitschaft, sich für die demokratischen Rechte und die Freiheit der Bürger dieses Landes durch den Dienst bei der Bundeswehr einzusetzen. „Wenn notwendig und befohlen auch bei den Auslandseinsätzen.“

Wie es sich für eine Gelöbnisfeier gehört, spielte das Gebirgsmusikkorps aus Garmisch-Partenkirchen zwischen den Reden etliche Märsche. So den Bayerischen Defiliermarsch, zu dem Roland Pietzsch und Bürgermeister Hadersbeck die Front der Fahnenkompanie und der Lehrgangsteilnehmer abschritten.

Zu den weiteren Märschen gehörte der „König Ludwig II- Marsch“ und und der „Fridericus Rex Grenadiermarsch.“ Feierlich erklang das „Bayerische Militärgebet“, zu dem die Soldaten gelobten, der Bundesrepublik treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.

Gemeinsam sangen die vereidigten Unteroffizier- und Feldwebelanwärter mit den geladenen Gästen, ihren Eltern, Geschwistern und Freunden die deutsche Nationalhymne und die Bayern-Hymne.

Walter Kindlmann

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