+
Der Dienhausener Matthäus Unsin (hinten mit Scheck) freute sich mitsamt der Kinder und dem Kindergartenpersonal über die Spende.

Kindergarten Reichling

Kindergartenkinder helfen Waisenkindern

Reichling - Große Freude für Matthäus Unsin: Der Dienhausener, der seit 20 Jahren zu einem Waisenhaus ins Dorf Zagujeni nach Rumänien fährt, hat diesmal noch etwas mehr Geld im Gepäck.

Große Freude für Matthäus Unsin: Der Dienhausener, der seit 20 Jahren zu einem Waisenhaus ins Dorf Zagujeni nach Rumänien fährt, hat diesmal noch etwas mehr Geld im Gepäck. Und das nach dem Besuch des Kindergartens Wurzberg-Oase in Reichling. Die Kinder hatten nämlich ein ganz tolles Geschenk für ihn. Möglich wurde dies durch eine private Elternspende, einen Jungen, der zu Hause Limo verkaufte, und den Erlös dazugab und den Erlös des Martinsfestes, gestiftet von Elternbeirat und Kindergartenleitung. So kamen 345 Euro zusammen, die als Scheck an Unsin von Michaela Forschner und Melanie Duschl (Elternbeirat) und dem Team des Kindergartens überreicht wurden. Matthäus Unsin hat in Zagujeni schon ganz viel gebaut und geholfen, um die Situation der Waisenkinder zu verbessern. Und er kann das Geld gut gebrauchen. Als Dank erzählte er den aufmerksamen Kindern einiges darüber, was er dort schon erlebt hat. So habe er einen kleinen Jungen beim Vorbeifahren aufgelesen, der bei Kälte nur in Unterwäsche und Gummistiefeln dastand. Er nannte ihn Florian, und er sei im Waisenhaus groß geworden. Heute hat er Arbeit bei einer deutschen Firma in Rumänien und selbst zwei Kinder. Was wohl aus ihm geworden wäre, wenn man ihn nicht gesehen hätte? „Es freut mich besonders, wenn ich von Kindern etwas bekomme“, meinte Unsin, „wenn ich dort erzähle, dass Kinder in Deutschland für sie etwas geben, damit es ihnen besser geht, dann weinen sie vor Freude“. Er fährt oft dorthin, kam gerade erst zurück, begleitet von Handwerkern. Und damit lagen auch 23 Stunden Autofahrt hinter ihm. „Wir bringen Essen und Kleidung mit aus Deutschland und bauen immer wieder weiter“, erzählte er. „Wie St. Martin will ich werden, anderen Gutes tun auf Erden, dafür bin ich nicht zu klein, teilen was ich hab auf Erden“ – dieses Lied sangen die Kinder, und Leiterin Petra Stäbel meinte zu Unsin: „Du bist ein großer St. Martin. Nimm das Lied im Herzen mit bei deiner nächsten Fahrt.“

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Als die Post noch das Fernsehen erlaubte
„Es war wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten zusammen.“ Im Sommer 1960 begann im Wohnzimmer der Familie Schulze das Fernsehzeitalter. Brigitte Schmitt erinnert sich …
Als die Post noch das Fernsehen erlaubte
Geplantes Sparkassen-Logo „zu niveaulos“
Peinlich für die Sparkasse Oberland: Der Schongauer Bauausschuss hat den geplanten Schriftzug über der Schongauer Filiale abgelehnt – zu armselig sei der, so die Kritik.
Geplantes Sparkassen-Logo „zu niveaulos“
Mit Unikum auf vier Rädern zweifach alternativ unterwegs
Thomas Händle, Schreiner von Beruf, fährt sicherlich den originellsten Kleinstwagen in Herzogsägmühle: Sein Auto vom Typ JDM 1100, eine französisch-deutsche-italienische …
Mit Unikum auf vier Rädern zweifach alternativ unterwegs
Braunegger im Schnelldurchgang aufgestellt
Im Schnelldurchgang lief die Versammlung ab, bei der Andreas Braunegger zum Bürgermeisterkandidaten für Denklingen aufgestellt wurde. Nach 40 Minuten war alles rum. Der …
Braunegger im Schnelldurchgang aufgestellt

Kommentare