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Beeindruckender Einsatz: Die Hänge links und rechts der Apfeldorfer Straße waren zu dicht bewachsen und wurden gerodet.

Entlang der Apfeldorfer Straße in Kinsau

Erst Rodungen, dann Hangabsicherung

Kinsau - Das ist sicherlich keinem Kinsauer entgangen: In den vergangenen Wochen sind die Hänge links und rechts der Apfeldorfer Straße gerodet worden.

Das ist sicherlich keinem Kinsauer entgangen: In den vergangenen Wochen sind die Hänge links und rechts der Apfeldorfer Straße gerodet worden. Das Straßenbauamt Weilheim kam damit dem Wunsch der Gemeinde nach und hat den Baum- und Strauchbewuchs unter beeindruckendem Einsatz mit schwerem Gerät ausgeschnitten.

Denn die Hänge waren über die Jahre zu einer richtigen Wildnis verwachsen, die sehr viel Licht nahm – und mit dem schweren Baumbewuchs sogar die Sicherheit auf der Staatsstraße gefährdete. Teilweise war das Gelände so schwer zugänglich und steil, dass die Arbeit mit Spezialmaschinen ausgeführt werden musste.

Bürgermeister Marco Dollinger lobte in der jüngsten Gemeinderatssitzung den kostenlosen Einsatz des Straßenbauamts Weilheim: „Klasse Arbeit.“ Ein zusätzliches „Zuckerl“: Die ausgeschnittenen Baumstämme werden zu Hackschnitzel verarbeitet, der Erlös kommt der Gemeindekasse zugute.

Schattenseite der Rodungsaktion: Von der Herzogstraße aus geht nun der fast nackte Hang steil hinunter, der Höhenunterschied beträgt zwischen 30 und 50 Metern. Sollte also ein Auto – etwa bei Glätte – von der Fahrbahn abkommen, wäre das lebensgefährlich. Ebenso für Fußgänger.

Als Sofortmaßnahme hat die Gemeinde Kinsau die Hangkante provisorisch sichern lassen. Dabei wurden Pfähle in den Boden getrieben und mit Querbrettern versehen. Eine Dauerlösung ist dies jedoch sicherlich nicht.

Die Ratsmitglieder diskutierten zudem über eine ästhetische Lösung. Holzbalken oder Leitplanke? Anton Baab gab bei der Wahl zu bedenken: „Holz kann brechen, am Ende hat ein Autofahrer vielleicht noch einen Pfahl im Fahrzeug“, sagte er. „Und Leitplanken sind sicherer.“

In der kommenden Woche wird die Gefahrenstelle mit einer Fachfirma für Leitplanken begutachtet, und dann wird im Gemeinderat nochmal über eine dauerhafte Lösung beraten.

Klaus Mergel

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