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Wird ab 2018 etwas teurer: Die Kindergartenbetreuung in Kinsau. 

Gemeinderat Kinsau

Kindergartengebühren steigen

Die Kindergartenbetreuung in Kinsau wird teurer. Dies beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Allerdings erst in eineinhalb Jahren. Dennoch fanden nicht alle Gemeinderäte diese Erhöhung angebracht.

Kinsau – Kinder sind die Zukunft der Dörfer, das weiß man im Lechrain und legt viel Wert auf diese Leistung der Gemeinde. Verglichen mit der Betreuung in Städten wie München sind die Zustände hier paradiesisch und günstig. Allerdings steigen auch in im Schongauer Land die Kosten.

Kinsaus Bürgermeister Marco Dollinger brachte in der jüngsten Sitzung den Vorschlag auf den Tisch, die Kindergartengebühren zu erhöhen. „Die Vergütung der Angestellten wurde um drei Prozent erhöht“, sagte Dollinger, „wir sollten die Beiträge moderat anpassen“. Sein favorisiertes Modell: Zum 1. September 2017 den Beitrag für die Kleinkinder um 2,50 Euro monatlich erhöhen, zum 1. September 2018 den Betrag für alle Kinder um 2,50 Euro zu steigern. Dies wäre, so erläuterte Dollinger, beim meistgebuchten Modell (Regelkind mit fünf Stunden Betreuung am Tag) eine Erhöhung von 88,50 Euro auf 91 Euro monatlich. „Unsere Kinder sind in unserem Kindergarten hervorragend aufgehoben, da sind 2,50 Euro in eineinhalb Jahren absolut vertretbar. Das kann man verschmerzen“, so Dollinger.

Gemeinderat Dieter Doppelberger teilte diese Meinung nicht. Im Gegensatz zum Wasser und zum Abwasser, so Doppelberger, sei man als Gemeinde nicht verpflichtet, hier kostendeckend zu wirtschaften. „Das ist auch eine philosophische Frage, im Interesse junger Familien. Es gibt auch Gemeinden, die diese Leistung kostenlos anbieten und gar keine Kindergartengebühren verlangen“, sagte Doppelberger. Dem hielt Dollinger entgegen, dass die Kosten für den Kindergarten immens seien: Personal, Gebäude, Infrastruktur, Energie. „Wir haben als Gemeinde leider nicht die Finanzkraft, das umsonst anzubieten“, sagte Dollinger.

Gemeinderat Markus Lieb, pflichtete Dollinger bei: „Bei der hohen Qualität der Kinderbetreuung ist doch diese moderate Anpassung absolut gerechtfertigt.“ Raimund Erhard erwiderte: „Die Qualität wird ja auch nicht schlechter, wenn wir die Gebühren nicht steigern.“

Letztlich blieben die Meinungen der Kinsauer Räte bei dem Thema geteilt – die Befürworter der Anpassung setzten sich jedoch durch: Mit 6:4 Stimmen (drei Gemeinderäte fehlten entschuldigt) wurde der Vorschlag am Ende angenommen, die Gebühren steigen.

Klaus Mergel

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