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Kinsaus Kindergarten-Leiterin Irmgard Latzko ließ oben auf dem Podium 30 Jahre Kinsauer Kindergarten Revue passieren.

30 Jahre Kindergarten Kinsau

Ein neuer Brunnen zum Jubiläum

Vor genau 30 Jahren hat die Gemeinde Kinsau einen eigenen Kindergarten bekommen. Initiator war damals Bürgermeister Heinrich Dollinger, der Großvater des jetzigen Bürgermeisters Marco Dollinger. „Wasser marsch“ hieß es bei der Jubiläumsfeier auch für den neuen Brunnen des Kindergartens.

Kinsau – Eine passende Zusammenfassung: „Ein schöner Anlass, auf 30 Jahre Kindergarten zurückzublicken“, sagte Marco Dollinger jetzt im örtlichen Kindergarten. Kinsaus Bürgermeister betonte ganz besonders das „hervorragende Verhältnis zwischen Kindergarten und Gemeinde“: Wenn dort etwas gebraucht werde, investiere die Gemeinde immer gerne.

Beispielsweise im vorigen Jahr für die neue Küche und den Wäschetrockner. Für sämtliche Fahrten zum Schwimmunterricht oder für Ausflugsfahrten steht außerdem immer der Gemeindebus kostenlos zur Verfügung. Und jetzt der neue Brunnen auf dem Spielgelände des Kindergartens, für den die Gemeinde wiederum 4000 Euro ausgegeben hat. „Die Kinder pritscheln ja so gerne.“

Was im Laufe der Jahre so alles in den Kindergarten investiert worden sei, könne man aber in Zahlen nicht ausdrücken, meinte Marco Dollinger und fügte an: „Uns sind die Kinder jede Summe wert.“

Vor 30 Jahren, seither leitet mit wenigen Unterbrechungen Irmgard Latzko den Kindergarten, hat der Kinsauer Kindergarten im Alten Schulhaus sein erstes Zuhause bekommen. Zusammen mit den Kindern der Gemeinde Apfeldorf. Recht sparsam hatte der damalige Bürgermeister die Öffnungszeiten von 9.30 bis 11.30 Uhr festgelegt. Das reiche aus, habe damals Heinrich Dollinger gesagt, erinnerte sich Irmgard Latzko in ihrer Festrede. 1991 hat die Nachbar-Gemeinde Apfeldorf dann einen eigenen Kindergarten bekommen. 1992 hat Bürgermeister Michael Linder schließlich die Finanzierung des Kindergartens reformiert.

Mit der ehemaligen Lehrerwohnung neben dem Alten Schulhaus hat der Kinsauer Kindergarten vor zehn Jahren dann eine weitere Räumlichkeit bekommen. Die Anzahl der Kinder wurde danach von 23 auf 27 aufgestockt. Ja, und damit auch die Öffnungszeiten von 7.30 bis 13.30 Uhr erweitert, wochentags zudem an zwei Nachmittagen. Im Jahr 2014 hatten Hermann Reinhard und Marco Dollinger für den Kindergarten den neuen Lehrplan eingeführt.

Im Kinsauer Kindergarten werden derzeit 50 Buben und Mädchen von zwölf Erzieherinnen betreut. Teils in Teilzeit. „Ein Spitzenpersonal“, sagt Kinsaus Bürgermeister. Ein besseres Personal könne er sich nicht vorstellen.

Dollinger erinnerte auch an seinen Großvater, der alles, aber auch alles, was für den Kindergarten notwendig war, selbst ausgesucht hatte. „Jetzt macht das die Irmgard.“

Viele Dankesworte, viel Lob, etliche Präsente und Blumensträuße gab es für Kindergartenleiterin Latzko. Die Erzieherinnen sangen das Lied von den „Kindern, die damals schon hier waren“. Gemeinsam sangen Kinder, Eltern und Großeltern das Lied zur Feier „30 Jahre gibt’s den Kindergarten hier, darum lasst uns feiern bis die Schwarte kracht, heute wird gespielt, gesungen und gelacht“.

Für die musikalische Unterhaltung den Nachmittag über sorgte die „Bach Bänd“ mit Uli Linder, Margret Schmid-Holl und Martin Kees. Auch für das leibliche wohl war bei diesem Jubiläum bestens gesorgt.

Walter Kindlmann

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