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Besuch vom „Pater Noster“ und eineSpende für die Orgel und den BulldogViele kleine Geschenke und Ratschläge hatten die Vertreter der sechs Pfarrgemeinde für „ihren“ Pfarrer Michael Vogg zu dessen 50. Geburtstag im Gepäck. 

50. Geburtstag von Pfarrer Michael Vogg in Kinsau und Reichling gefeiert

Alle gratulieren dem Don Camillo vom Lechrain

Bei den Feiern zum 50. Geburtstag von Pfarrer und Prodekan Michael Vogg ist es lustig zugegangen. Um alle Gäste unterzubringen, feierte der Geistliche seinen Jubeltag gleich an zwei Abenden.

Kinsau – In Kinsau kamen dabei die Vertreter der sechs Pfarrgemeinden zusammen, tags darauf in Reichling ließen ihn die politischen Würdenträger aus der Pfarreiengemeinschaft sowie Familie und Freunde hoch leben. „Es freut mich, dass die Abendmesse heute so gut besucht ist“, stellte Michael Vogg beim vorausgehenden Gottesdienst zufrieden fest. Das war in der voll besetzten Kinsauer Pfarrkirche sicherlich ehrlich gemeint, hatte aber auch einen Unterton, weil er sonst die Abendmessen oft vor fast leeren Kirchenbänken zelebriert.

Mehr als 150 Vertreter von Pfarrgemeinderäten, Kirchenverwaltungen und dergleichen waren anschließend in die Kinsauer Mehrzweckhalle eingeladen. Dabei wurde Michael Vogg mit zahlreichen Einlagen überrascht. Die sechs Pfarrgemeinderatsvorsitzenden hatten einige Ratschläge und Mitbringsel dabei, die er auf seinem weiteren Lebensweg brauchen könnte.

Als besonderer Gast kam ein italienischer „Pater Noster“ (Mitte, Bruno Angermeier) nach Kinsau, dessen italienische Geburtstagsrede für Pfarrer Michael Vogg von Janina Angermeier amüsant übersetzt wurde.

Maria Schweiger und Gabi Edenhofer aus Epfach lösten mit ihren Vergleichen zum bekannten Don Camillo wahre Lachsalven im Publikum aus. Denn Michael Vogg kleidet sich mit Talar und Barett gerne wie der italienische Filmpfarrer, er wirkt ebenfalls an einem Fluss und kann auch genauso hartnäckig in seiner Seelsorge sein. „Don Camillo hatte einen roten Bürgermeister, unser Pfarrer hat einen Rotter Bürgermeister“, zog Schweiger noch einen weiteren Vergleich.

Als Würdenträger aus dem Vatikan kam später Bruno Angermeier alias „Pater Noster“ auf die Bühne, und seine dubiose italienische Geburtstagsrede wurde von Janina Angermeier großzügig übersetzt.

Bei der Feier in Reichling wurde Vogg nach dem Gottesdienst von der örtlichen Blaskapelle überrascht und musikalisch zum Gasthaus Mitschke begleitete. Auch dort durften die rund 70 Gäste die amüsante Einlage seines „Vorbildes“ Don Camillo miterleben. Sogar Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler wirkte in einem Sketch mit und stellte als ständig frierende Kirchgängerin fest, „der sollte lieber für eine Heizung sammeln als für die Orgel“.

Anstelle von Geschenken wünschte sich der Pfarrer eine Spende für die Reichlinger Kirchenorgel – oder für seine Leidenschaft Oldtimer in Form eines Lanz-Bulldogs. Nach den beiden Geburtstagsabenden zog Vogg noch ein weiteres, positives Resümee: „Mir war wichtig, dass die Leute in der Pfarreiengemeinschaft zusammenkommen“ – und das war in humorvoller Weise erfüllt.
Rosi Geiger 

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