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Vorzeigeregion in Sachen Ländlicher Entwicklung

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Von: Manuela Schmid

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Kinsaus Bürgermeister Marco Dollinger nimmt von Monika Hirl vom Amt für Ländliche Entwicklung den Förderbescheid entgegen.
Feierlicher Moment: Kinsaus Bürgermeister Marco Dollinger nimmt von Monika Hirl vom Amt für Ländliche Entwicklung den Förderbescheid entgegen. © Manuela Schmid

Seit über 30 Jahren gibt es den interkommunalen Zusammenschluss „Auerbergland“: Eine Zeit, in der viel geschafft wurde, wie bei der Feier des Jubiläums in Kinsau deutlich wurde.

Kinsau – Genau genommen gab es gleich zwei Gründe zu feiern, als amtierende und ehemalige Bürgermeister der Auerbergland-Gemeinden und weitere geladene Gäste im historischen Pfarrhof in Kinsau zusammen kamen: „Auerbergland“ beging das 30-jährige Jubiläum – bedingt durch Corona ein Jahr später als geplant – und die Gemeinde Kinsau erhielt vom Amt für Ländliche Entwicklung den Förderbescheid für ihr Dorfgemeinschaftshaus überreicht.

Heimo Schmid, Altbürgermeister von Bernbeuren und Hauptinitiator von „Auerbergland“, blickte auf 30 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Kommunen zurück. „Am Anfang waren es drei Gemeinden, dann sieben, dann neun. Und jetzt mit Kinsau, dem jüngsten Mitglied, sind es bereits 14“, stellte Schmid zufrieden fest.

„Wir haben nicht alle gleich zusammen gepasst, aber wir haben uns gefunden“, erklärte er. „Wir miteinander – wir stehen füreinander ein. Gemeinsam für alle – für ein schönes Leben“, formulierte Schmid den Leitspruch des interkommunalen Zusammenschlusses.

An der mit Schautafel: Auerbergland-Hauptinitiator Heimo Schmid (links) und der aktuelle Vorsitzende Karl Schleich zeigen einige Beispielprojekte.
An der mit Schautafel: Auerbergland-Hauptinitiator Heimo Schmid (links) und der aktuelle Vorsitzende Karl Schleich zeigen einige Beispielprojekte. © Manuela Schmid

Mit dieser interkommunalen Zusammenarbeit wurde „Auerbergland“ zum Pilotprojekt in Bayern. Und der „bayerische Pionier der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE)“, wie Monika Hirl, Abteilungsleiterin Land- und Dorfentwicklung am Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern, es formulierte. Mit dem, was die Auerbergland-Gemeinden auf den Weg gebracht hätten, seien sie „zur Vorzeigeregion in Sachen Ländliche Entwicklung geworden“, sprach Hirl dem Zusammenschluss ihre Anerkennung aus. Und sie nannte in diesem Zusammenhang die Dorferneuerung in allen ILE-Gemeinden, eine Reihe von Flurneuordnungen, das stete Engagement in der Integrierten Ländlichen Entwicklung Auerbergland sowie weitere interkommunale Initiativen.

„Gemeinsam sind wir stark“: Dies sei die Grundidee der Zusammenarbeit gewesen, erinnerte der jetzige Vorsitzende von „Auerbergland“, Bernbeurens Bürgermeister Karl Schleich. Auerbergland sei für ihn „ein Begriff von Heimat“, stelle er fest. Der Auerberg diene für die Mitgliedsgemeinden als Orientierungspunkt. Auch wenn er vom nördlichsten Mitglied Kinsau kaum noch zu sehen sei, schob er scherzhaft nach. Die Gemeinde Kinsau gehört als einzige Gemeinde aus dem Landkreis Landsberg dem Zusammenschluss an.

Neben den großen Projekten seien auch die vielen Kleinprojekte von Bedeutung, die über die interkommunale Zusammenarbeit verwirklicht würden, betonte Schleich. Dinge, die für die Bevölkerung sinnvoll seien und die Lebenssituation vor Ort verbesserten. „Auerbergland ist heute genauso aktuell wie vor 30 Jahren“, stellte der Vorsitzende klar.

Allseits Lob gab es bei der Feierstunde für Reinhard Walk und dessen Tochter Julia Riedle, die zusammen für die Umsetzungsbegleitung der Projekte verantwortlich sind. „Ohne sie geht gar nichts“, meinte Kinsaus Bürgermeister Marco Dollinger bei der Feierstunde im Pfarrhof. Für das Jubiläum wurde eine kleine Ausstellung mit drei Schautafeln zusammengestellt, die jetzt für einige Wochen im Kinsauer Rathaus verbleiben und dann nach und nach in allen anderen Mitgliedsgemeinden zu sehen sein werden.

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