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Der Beginn der Hardtstraße in Kinsau: Hier hat die Gemeinde ein Vorkaufsrecht auf einen Teil des Grundstücks per Satzung erlassen. 

Gemeinderat Kinsau

Für Radlweg: Kinsau sichert sich Vorkaufsrecht für Privatgrund

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Der neue Rad- und Fußweg an der Staatsstraße von der B 17 nach Kinsau soll ganz besonders sicher werden. Dafür ist nun eine Vorkaufssatzung auf ein Privatgrundstück in der jüngsten Gemeinderatssitzung beschlossen worden, um eine Abbiegespur für Radler nach links zu schaffen.

Kinsau – Sicherheit im Straßenverkehr geht vor – gerade, wenn es um Radler und Fußgänger geht. Für die Gemeinde Kinsau geht mit dem Rad- und Fußweg an der Staatsstraße ein Herzenswunsch in Erfüllung – darum hatte man sich wohl auch viele Gedanken über die Anbindung des Wegs an das Gemeindestraßennetz gemacht.

Eine der ersten Straßen, die dort kreuzen, ist von nördlicher Richtung (also von linker Hand) die Hardtstraße. Um die Unfallgefahr bei der Überquerung zu minimieren, hat sich der Kinsauer Gemeinderat eine Querungshilfe überlegt. Sprich: eine dritte Spur, auf der der Radler bei Gegenverkehr entspannt stehen bleiben und warten kann.

Das eine Problem: Der Platz ist knapp, eine dritte Spur ist wohl nur auf der nördlichen Seite der Fahrbahn zu ermöglichen. Das zweite Problem: Dort steht an der Ecke zur Hardtstraße ein Haus. Also hat man sich seitens der Gemeinde bemüht, ob der Grundstückseigentümer nicht ein Stück verkaufen könne. Erfolglos.

„Wir haben das Grundstück leider nicht bekommen“, berichtete Bürgermeister Marco Dollinger in der jüngsten Sitzung. So stand nun folgender Punkt auf der Tagesordnung, der schließlich bei der Abstimmung beschlossen wurde: „Erlass einer Vorkaufsrechtsatzung“. Und zwar auf den Kauf eines Streifens von fünf Metern nördlich der Staatsstraße sowie in der Hardtstraße eines Streifens von 1,20 Metern.

„Wenn das Haus eines Tages zum Verkauf kommt, wäre es wichtig, dass wir da einen Fuß drin haben, um die Querung zu verwirklichen“, sagte Dollinger.

Das bedeutet: Sollte der Eigentümer des Eckhauses eines Tages seinen Grund verkaufen, kann die Gemeinde von ihrem Vorkaufsrecht der beiden Streifen Gebrauch machen. Eine bittere Pille für den Eigentümer, da der Abstand von der Straße zum Haus ohnehin nur acht bis zehn Meter beträgt und damit der Grundstückswert möglicherweise beträchtlich sinkt.

Doch die Gemeinde Kinsau – wie jede andere – darf das. Laut Paragraf 25 des Baugesetzbuches kann die Gemeinde „zur Sicherung einer geordneten städtebaulichen Entwicklung“ ein solches Vorkaufsrecht erlassen.

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