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Idyllisch am Ortsrand: Das neue Kinsauer Baugebiet „Angerweg“ liegt nahe zum Lech.

Gemeinderat Kinsau

Neues Baugebiet am östlichen Ortsrand

Kinsau - Die Gemeinde Kinsau plant ein neues Baugebiet am östlichen Ortsrand der Gemeinde. In der jüngsten Gemeinderatssitzung sind die Änderung des Flächennutzungsplans sowie die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen worden. Einige Feinheiten gibt es noch zu ändern.

Die Gemeinde Kinsau hat kürzlich ein 7500 Quadratmeter großes Areal gekauft. Und zwar am östlichen Ortsrand, parallel zu der Siedlung Am Bachfeld: Dort soll nun ein neues Baugebiet entstehen. „Hier werden die Voraussetzungen für fünf zusätzliche Wohngebäude geschaffen“, kündigte Bürgermeister Marco Dollinger in der jüngsten Gemeinderatssitzung an.

Die Bauflächen könnten nach Angabe von Dollinger über den vorhandenen Angerweg erschlossen werden: „Das wäre wirtschaftlich und auch ressourcenschonend.“ Die Änderung des Flächennutzungsplans wurde vom Gemeinderat auch einstimmig beschlossen. Nun wird die Verwaltung beauftragt, die frühzeitige Bürger- und Behördenbeteiligung vorzunehmen.

In gleicher Sitzung beschäftigten sich die Kinsauer ebenso mit der Aufstellung des betreffenden Bebauungsplans. Naheliegend, dass das Baugebiet fürs Erste auf den Namen „Angerweg“ getauft wurde. Beim Entwurf des Bebauungsplans hatten die Räte bereits einige Dinge modifiziert. So etwa, dass 30 Prozent der Grundstücke bebaubar sind. Oder, dass die Wandhöhe teils 4,50 Meter und teils 6,50 Meter betragen solle.

Üppig: Die Gemeinde hat 7500 Quadratmeter Grund für das Baugebiet gekauft.

In der Sitzung selbst kam es zu zahlreichen Änderungswünschen seitens der Gemeinderäte. So erfolgte etwa der Einwand, dass die Festlegung der Dachfarben auf „Ziegelrot“ doch etwas kleinlich sei. Vom zweiten Bürgermeister Alexander Resch wurde erklärt, dass man einfach ausschließen wolle, dass es in Kinsau zu geschmacklichen Ausreißern wie schwarzen oder lila Dacheindeckungen komme. Der Gemeinderat konnte sich bei dem Thema kurzerhand auf „Dachfarbe rot“ einigen.

Anton Baab fragte nach, wieso es im vorliegenden Bebauungsplan-Entwurf nicht gestattet sei, eine Gas- oder Ölheizung einzubauen: „Das gibt es doch sonst nur im Wasserschutzgebiet“, so sein Argument. Auch der Ausschluss von oberirdischen Lagerbehältern, also Gastanks, schien wenig realitätsnah zu sein. „Wenn da einer eine Hecke herum macht, habe ich auch kein Problem“, sagte dritter Bürgermeister Martin Schmid.

Einiges also, was noch nachgebessert werden muss. Auch die gefasste Einteilung des Baugebiets, so erklärte Dollinger, sei nicht endgültig. „Es ist aber kein Problem, die Grundstücksgrößen entsprechend anzupassen.“

Die Aufstellung des Bebauungsplans wurde anschließend einstimmig beschlossen. Nun folgt die Auslegungsphase, in der Behörden oder Bürger Einwände gegen die Planung vorbringen können. In der Januarsitzung kommt der Bebauungsplan erneut auf den Tisch des Kinsauer Gemeinderats, in dem nach Vorstellung von Bürgermeister Dollinger dann alle Änderungswünsche bereits umgesetzt sind.

Klaus Mergel

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