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Die Evakuierungsrutsche am Kinsauer Kindergarten ist schon angebaut. Es fehlt nur noch der Durchbruch durch die Wand. So wird im Obergeschoss ein zusätzlicher Raum geschaffen. 

Brandschutzmaßnahme

In Kinsau: Fluchtrutsche als Rettungsweg für Kinder

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Der Kindergarten in Kinsau hat bald einen zusätzlichen Raum zur Verfügung. Durch einen zweiten Rettungsweg kann der ehemalige Lehrsaal im ersten Stock der alten Schule auch für die Kinderbetreuung genützt werden.

Kinsau – Es hat ein bisschen etwas von Spaßbad: Eine gewendelte Röhre aus Edelstahl, die an die Wand geschraubt wurde. Die Brandschutzvorgaben für öffentliche Gebäude machten diese Rutsche am Kinsauer Kindergarten notwendig. Man kann davon ausgehen, dass die Kinsauer Kinder eine Feuerwehrübung sehnsüchtig erwarten, um diese endlich zu testen.

Auch der Bürgermeister ist sichtlich begeistert: „Damit kann man mit zwei Kräften im Brandfall sehr schnell das Obergeschoss evakuieren“, erklärt Marco Dollinger. Eine Person stehe oben, um den Kindern in die Rutsche zu helfen, eine weitere kann sie dann unten entgegennehmen, wenn sie im Gras landen. „Mit einem Treppenhaus gäbe es da viel zu viel Gedränge und Stau“, meint Dollinger.

Momentan ist das gute Stück noch in Malerflies eingepackt und geschützt, bis alle Arbeiten – wie etwa der Wanddurchbruch – abgeschlossen sind. Die Kosten für die vormontierte Röhre mit Montage und einem Antrittspodest im Obergeschoss: rund 40 000 Euro. Ausgeführt wurden die Arbeiten von der Firma Sieber aus Forst.

Der Brandschutz ist wichtig

Die Evakuierungsrutsche war nötig geworden, da die Nutzung des ehemaligen Schulzimmers in der alten Schule für den Kindergarten aus Brandschutzgründen nicht zulässig war, wie Dollinger erklärt. „Es fehlte bis jetzt ein zweiter Fluchtweg“, sagt er. Zusätzlich muss noch in dem großen, bis zur Decke des Obergeschosses offenen Treppenhaus eine Einteilung in mehrere Brandabschnitte geschaffen werden. Dafür wird das Obergeschoss abgetrennt und eine Brandschutztür sowie zwei weitere Türen eingebaut.

Die Trockenbauarbeiten und die drei Türen mit Einbau wurden in der jüngsten Gemeinderatssitzung an die Firma Holzstudio Fichtl für rund 9000 Euro vergeben. Ein heller, großzügiger Raum, in dem künftig etwa die musikalische Früherziehung stattfinden kann, wird so geschaffen. „Es wäre schade um dieses brachliegende Zimmer gewesen“, sagt Dollinger.

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