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US-Car-Treffen in Kinsau: Männertraum in hellblau

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Von: Klaus Mergel

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Ein Hauch Amerika herrschte in Kinsau beim US-Car-Treffen.
Ein Hauch Amerika herrschte in Kinsau beim US-Car-Treffen. © Mergel

Ein Hauch von Amerika herrschte in Kinsau beim dritten US-Car-Treffen. Ein voller Erfolg. Die Autofans hatten auf jeden Fall ihren Spaß.

Kinsau – Einige kamen mit ihren rollenden Legenden schon vor Veranstaltungsbeginn. Und drei Herren im gesetzten Alter haben es sich schon morgens an der Staatsstraße in Klappstühlen bequem gemacht – für den besten Blick auf das US-Car-Treffen in Kinsau.

Das Trio logiert direkt neben einem hellblauen Imperial. Zweite Generation, mit Heckflossen und minimalistischen Schlussleuchten. Im Heckfenster ein Schild: „Junge Frau zum Mitreisen gesucht.“

Sehen und gesehen werden, darum geht’s beim US-Car-Treffen in Kinsau, und das ist eindeutig ein Männer-Ding. Die einen führen ihre Karosse stolz vor. Die anderen besichtigen das Gefährt ihrer Träume. Armin Fichtl hat diese Veranstaltung nun im Kinsauer Gewerbegebiet zum dritten Mal auf die Beine gestellt. Er selbst ist schon lange vom US-Car-Fieber infiziert. Sein „Baby“ ist blau, hat 700 PS und steht gleich ganz vorne: ein Shelby Mustang GT. Wer möchte, kann diesem Musclecar in den blitzenden Rachen gucken. „Mich hat schon immer der V8-Motor fasziniert“, sagt Fichtl.

US-Car-Treffen in Kinsau: Austausch mit Gleichgesinnten

Sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und schöne Autos zu erleben: Daran hat er eben Spaß. Darum hat er für zwei Tage US-Car-Fans aus München, Augsburg und sogar aus Rosenheim an den Lech geholt. Bei Pizzaschnitten und Bier wird gefachsimpelt, bewundert und geschwärmt. Dazwischen ein nachtschwarzer Hotrod, ein endlos langer Kombi mit Holzdekor an den Flanken („Woodie“) oder ein Ford-Pickup wie von Colt Seavers.

Wie viele Autofreaks tatsächlich gekommen sind, lässt sich schwer sagen: „Es ist ein ewiges Kommen und Gehen“, sagt Fichtl. Einer etwa rollt mit seinem superflachen feuerroten Thunderbird Convertible auf den Hof. Hochgekrempelte Hosen, Bikerboots, ein Kurzarmhemd mit Stickereien: Der stolze Besitzer lässt sich nieder, genießt einen Burger, wechselt noch ein paar anerkennende Blicke mit Brüdern im Geiste – und weg ist der einsame Reiter schon wieder.

Trotz wechselhaften Wetters hat sich das Treffen herumgesprochen – und sogar mancher Biker macht mit der Harley einen Zwischenstopp, um so schicke Kisten aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu bestaunen. Corvette, Thunderbird, Ranger oder Mustang: alles Namen einer Zeit, in der auf Straßen nicht gefahren, sondern hoheitsvoll geglitten wurde.

US-Car-Treffen in Kinsau: Besondere Autowäsche

Die Besitzer zählen sicherlich nicht zu den Sorgenkindern der Versicherer: Wer solch ein Auto besitzt, behandelt es wie ein rohes Ei: Klar, der Fünf-Liter-Motor darf mal röhren. Aber rasen? Fehlanzeige.

Zusätzlich haben sich Fichtl und sein Mitveranstalter Andrea Santelli vom Pizzaturm einen typischen Herrenjux aus den USA einfallen lassen: ein sexy Carwash. Zwei leicht bekleidete Frauen waschen Autos per Hand. Weil es inzwischen recht heiß ist, würde mancher Zuschauer gern mit den Schwammvirtuosinnen im Bikini tauschen.

Nur die Straßenkreuzer, die tauchen leider nicht am Waschplatz auf. Vielleicht weil sie ohnehin blitzblank sind? Oder weil die unbekannten Grazien das edle Gefährte eventuell verkratzen könnten? Egal, dann muss halt ein VW Pickup herhalten und ein paar Vollcross-Motorräder. Schließlich holt Santelli das letzte Aufgebot, einen quietschgelber Fiat Cinquecento, zum Waschen. Ist zwar nicht stilecht amerikanisch, aber die Jungs haben ihren Spaß – und darum geht’s schließlich. 

KLAUS MERGEL

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