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Raimund Erhard ist aus dem Gemeinderat Kinsau ausgetreten.

Rücktritt in Kinsau

Zu respektloser Umgang: Landwirt verlässt den Gemeinderat 

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Personalveränderung im Gemeinderat Kinsau: Raimund Erhard ist vergangene Woche überraschend von seinem Amt zurückgetreten. Hintergrund war wohl eine wenig harmonische Diskussionskultur in den Sitzungen.

Kinsau– Raimund Erhard ist in der Regel ein offener Mensch, der seinem Gegenüber kommunikative Klarheit bietet. Doch im Fall seines Rücktritts aus dem Gemeinderat hält sich der Landwirt, der dem Kinsauer Gremium seit dem Jahr 2014 angehört, über die Hintergründe bedeckt: „Ich will da nicht nachtreten, das macht keinen Sinn mehr“, sagt er.

Schritt auch aus Rücksicht auf die Gesundheit

Die Begründung ist knapp, aber eindeutig: „Ich bin wegen dem respektlosen Umgang in den Gemeinderatssitzungen, gerade was Kritik und andere Meinungen betrifft, zurückgetreten.“ Punkt. Und er fügt hinzu: „Ich habe diesen Schritt nicht zuletzt aus Rücksicht auf meine Gesundheit gemacht.“

In der jüngsten Gemeinderatssitzung in Kinsau hat der 53-Jährige seinen Rücktritt bekannt gegeben. Es scheint in letzter Zeit also wohl öfter gekracht zu haben. Kinsaus Bürgermeister Marco Dollinger liefert auf Nachfrage ebenso nur eine reduzierte Information: „Raimund Erhard ist aus persönlichen Gründen von seinem Amt im Gemeinderat zurückgetreten. Wir danken ihm für sein Engagement und seine geleisteten Dienste für die Gemeinde Kinsau. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen.“

Schon der zweite vorzeitige Abschied

Nach Dieter Funk, der kurz vor Weihnachten im Jahr 2017 überraschend den Gemeinderat Kinsau verlassen hat, ist Erhard nun das zweite gewählte Gemeinderatsmitglied, das aus der Urbesetzung von Dollingers Truppe ausgestiegen ist. Funk hatte seinerzeit den Rücktritt mit der „Doppelbelastung von Firma und Ehrenamt“ begründet (wir haben berichtet).

Christoph Raab könnte nachrücken

In der kommenden Sitzung des Kinsauer Gemeinderates wird nun ein Nachfolger für Erhard gesucht beziehungsweise festgestellt, der laut Dollinger dann angefragt wird, ob er das Amt überhaupt übernehmen möchte. Als Nachrücker gilt Christoph Raab als heißester Kandidat. Sollte dieser die Anfrage ablehnen, kommt als nächster Kandidat Martin Linder – der Bruder von Stephan Linder, der für Funk nachrückte – in Frage.

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