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Der Kinsasuer Maibaum ist morsch und muss weg – zwei Jahre vor seiner Zeit. 

Unklar, ob ein neuer Baum aufgestellt wird

Kinsauer Maibaum muss weg

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Damit hatte in Kinsau niemand gerechnet: Eine Überprüfung ergab, dass der Kinsauer Maibaum morsch ist. Die Feuerwehr zersägt ihn jetzt. 

Kinsau – Als der Kinsauer Maibaum am 1. Mai des Jahres 2016 aufgestellt worden ist, war die Freude groß in der Lechrain-Gemeinde: Ein stolzes Stück Fichte, zum ersten Mal versehen mit der Zunfttafel der Brillenmacher für die Firma Funk. Doch der Baum ist morsch und muss weg – und so schnell wird es möglicherweise keinen neuen Maibaum in der Gemeinde geben.

Rückblick: Turnusmäßig hatte der Holz-Sachverständige Bernhard Pössinger den Kinsauer Maibaum im April dieses Jahres überprüft. Das traurige Ergebnis, mit dem man in Kinsau nicht gerechnet hatte: „Im unteren Bereich ist er noch gut, aber oben hat er leider morsche Stellen“, sagte Bürgermeister Marco Dollinger jetzt in der jüngsten Sitzung des Kinsauer Gemeinderates. Das bedeutet: Der Maibaum muss aus Sicherheitsgründen weg.

Dabei dürfte er eigentlich noch zwei Jahre stehen: Ist er in einer Grube wie in Kinsau gesichert, sind fünf Jahre Standzeit das Maximum.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung besprach man nun, wie man das stolze Stück entfernen kann. Die Feuerwehr wird, so berichtete Dollinger, eine Hebebühne am Standort in der Dorfstraße hochfahren und den Baum „abschnittsweise in Zweitmeter-Stücke zersägen“. Die dann gefahrlos am Boden landen. Die Aktion wird vermutlich an diesem Wochenende über die Bühne gehen.

Ob nun im Jahr 2020 wieder ein Maibaum in Kinsau stehen wird, steht dagegen noch in den Sternen: Der Maibaum ist Sache der Landjugend. Und so auch der Turnus, wann wieder einer aufgestellt werde: „Da sind sie in ihrer Entscheidung frei“, sagte Dollinger.

Nach bisheriger Regelung würde erst wieder in zwei Jahren ein Baum folgen. Allerdings ist die neue Landjugendführung unter Julian Schöber und Valentin Erhard erst seit Januar im Amt. „Die müssen sich erst in ihrem Amt einfinden. Und sie sind genauso überrascht wie wir, dass der alte Baum hinüber ist.“

Eines steht jedoch fest: Sobald die Landjugend einen neuen Baum aufstellen will, wird die Gemeinde sicher eine Fichte zur Verfügung stellen, wie Dollinger ankündigte: „Wir haben 27 Hektar Gemeindewald, da wird sich sicherlich ein geeigneter Baum finden.“ 

KLAUS MERGEL

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