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Eine bessere Verbindung über den Lech: Die Brücke zwischen Apfeldorf und Kinsau wird saniert – leider ohne Rad- und Fußweg bis ins Dorf. 

Gemeinderat Apfeldorf

Lechbrücke zwischen Apfeldorf und Kinsau ab Mai vier Monate lang gesperrt

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Die Apfeldorfer und Kinsauer müssen jetzt stark sein: Nach der Sperrung der Bahnhofstraße in Kinsau wird nun die Lechbrücke zwischen Apfeldorf und Kinsau wegen Sanierungsarbeiten für vier Monate gesperrt.

Apfeldorf/Kinsau – Im Sommer 2017 hatten das Straßenbauamt Weilheim und die Gemeinde Apfeldorf wegen der geplanten Sanierung der Lechbrücke bereits Kontakt (wir berichteten). Die Brücke, die als Teil der Staatsstraße ST 2055 in den Aufgabenbereich des Freistaats fällt, muss altersbedingt überholt werden. „Die Brücke ist mittlerweile 35 Jahre alt und muss saniert werden, genau wie die vor einiger Zeit in Epfach“, sagte Bürgermeister Georg Epple. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wies er auf den Termin seitens des Bauamts hin: Von Ende Mai bis Anfang September wird die Verbindung über den Lech gesperrt sein.

Nicht sehr angenehm für die Anwohner, es sei jedoch, so Epple, ein eingeschränkter Verkehr mit einer möglichen Ampelschaltung im Gespräch: „Ich gehe davon aus, dass man da eine Lösung findet. Wir haben ja schließlich einen Schulbus, der jeden Tag zwei Mal zwischen den beiden Dörfern hin- und herfahren muss.“

Epple hoffe, dass der Hauptteil der Arbeiten und die Vollsperrung in den Schulferien stattfinden könne. Ansonsten wird der Verkehr nach Schongau vermutlich über Birkland und Reichling umgeleitet.

Aus statischen Gründen wird die Brücke künftig auf jeder Seite 1,85 Meter breiter werden. Ursprünglich war im Zuge der Sanierung auch ein Rad- und Fußweg im Gespräch, der die beiden Dörfer verbinden solle. Dies war auch der Anlass, warum das Straßenbauamt frühzeitig bei der Gemeinde angeklopft hatte, um den Weg einzuplanen. Doch aus dem wird nun nichts, der Gemeinderat hat sich dagegen entschieden. Warum? „Das hat andere Gründe, dazu kann ich leider nichts sagen“, bedauert Epple auf Nachfrage wortkarg. Die Entscheidung gegen Rad- und Fußweg fand nämlich in nichtöffentlicher Sitzung statt.

Doch es gibt noch eine Hoffnung: Die Lechbrücke wird mit ihrer Verbreiterung so überarbeitet, dass auch hinterher ein Rad- und Fußweg möglich ist. Epple sieht den Arbeiten und der Sperrung daher optimistisch entgegen: „Das geht auch vorbei. Und die Staatsstraße in Kinsau ist jetzt auch viel besser zu fahren.“

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