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Die Kommandanten der Kinsauer Feuerwehr: Erster Kommandant Martin Linder (li.) und der Zweite Kommandant Dietmar Hefele.

Gemeinderat Kinsau

Martin Linder neuer Feuerwehr-Kommandant in Kinsau

Wenn in einer Gemeinderatssitzung jemand Uniform trägt, dreht es sich meist um Personalentscheidungen bei der Freiwilligen Feuerwehr. Denn nach dem Bayerischen Feuerwehrgesetz ist eine Ernennung nicht nur Sache der Feuerwehrkameraden, sondern sie muss vom Gemeinderat bestätigt werden.

Kinsau – So auch bei der jüngsten Kinsauer Gemeinderatssitzung: „Es gibt einen traurigen Anlass“, erklärte Bürgermeister Marco Dollinger seinen Ratsmitgliedern. Der bisherige Kommandant Robert Schilcher höre leider auf, da seine Ehefrau erkrankt sei. „Das ist natürlich ein verständlicher Grund. Wir müssen jedoch unbedingt schauen, dass die Führungsriege der Feuerwehr so bald wie möglich erhalten bleibt“, sagte Dollinger weiter.

Die Feuerwehrmänner selbst hatten sich im Vorfeld der Sitzung bereits zusammengesetzt, und es sei sofort ein Name gefallen: Martin Linder. Linder, 40 Jahr jung, ist ein erfahrener Mann bei der Brandbekämpfung: Er trat 1992 der Feuerwehr Leeder bei und wechselte 2006 nach Kinsau. Die Kollegen hatten ihn gefragt, ob er Schilchers Nachfolge antreten wolle. Und Linder bat darum, eine Nacht drüber zu schlafen und es mit seiner Frau zu bereden.

„Linder hat dann am nächsten Tag zugesagt. Und das ist absolut keine Notlösung für uns“, betonte Dollinger. Der Posten des zweiten Kommandanten soll weiterhin mit Dietmar Hefele besetzt bleiben. Der 50-Jährige ist ebenso bereits seit 35 Jahren bei der Feuerwehr und war schon Erster Kommandant der Kinsauer Feuerwehr, tauschte jedoch vor zwei Jahren aus Zeitgründen mit Robert Schilcher den Posten.

Die Feuerwehrmänner hatten Linder und Hefele bereits gewählt. Und dass der Gemeinderat die Wahl bestätigen würde, war eigentlich nur noch eine reine Formsache. Die beiden Kandidaten waren bei der Sitzung natürlich anwesend und nahmen die Wahl an. Dollinger bat Hefele, den „Jungen“ unter seine Fittiche zu nehmen und ihn nach Kräften zu unterstützen.

Weil jedoch Hefele im Vorfeld bereits darauf hinwies, dass er irgendwann in seinen wohlverdienten Ruhestand bei der Wehr gehen wolle, wurde bei der Gelegenheit ein Erster Gruppenführer erkoren. Mit Daniel Dollinger soll damit ein Mann aus der jüngeren Generation nachrücken: Er war jedoch in der Sitzung nicht anwesend. „Wir haben mit ihm aber bereits ein Gespräch geführt, er kann es sich vorstellen, eines Tages in die Führung vorzustoßen“, sagte der Bürgermeister. Und der Gruppenführer entspräche praktisch einem „dritten Kommandanten“.

Bürgermeister Dollinger gratulierte den beiden bestätigten Feuerwehrmännern und wünschte im Namen des Gemeinderats den beiden Kommandanten, dass sie ihre Männer immer gesund nach Hause brächten und möglichst nur Übungen zu absolvieren wären.

Klaus Mergel

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