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Zahlreiche automobile Schätze waren beim Treffen in Kinsau zu sehen. Auch dieser rote Ford Mustang erregte viel Interesse bei den Besuchern. 

US-Car-Treffen in Kinsau

Der unwiderstehliche Reiz des Achtzylinders

Amerikanische Autos sind ein Mythos, nicht zuletzt die legendären V8-Motoren. Auch wenn sie wie ein Anachronismus wirken, haben die Buicks und Vettes, Pick-ups und Hotrods auch bei uns immer mehr Anhänger.

Kinsau – Und wer sich dann den Traum erfüllt, trifft auch gerne Gleichgesinnte. Mehr als 200 Fahrzeuge sind es schon am frühen Nachmittag ist Armin Fichtl überzeugt – es herrscht ein reges Kommen und Gehen der Besitzer mit ihren Fahrzeugen, moderne wie Youngtimer.

Fichtl hat zu diesem Treffen eingeladen, den Grund kann man gleich am Anfang der Ausstellungsfläche bewundern: seine leuchtend blaue Shelby Cobra. Jahrelang habe er danach gesucht, gibt der Kinsauer zu. Jetzt, da er das amerikanische Muscle-Car sein eigen nennt, gibt es kaum etwas schöneres, als sich mit denen zu treffen, die wie er Benzin im Blut haben.

Da stehen sie nebeneinander, die Autos, deren Namen nicht nur Männerherzen höher schlagen lassen: Buick, Imperial, Chevrolet, Ford, Camaro und Pontiac oder Dodge stehen neben den legendären Firebird Trans-Am.

Es war nicht zuletzt Hollywood, das diese Modelle mit den V8-Motoren bei uns bekannt gemacht hat. Deshalb auch stehen viele der automobilen Schönheiten mit geöffneten Motorhauben da, um einen Blick auf den Bigblock – den Motor – zu gewähren.

Es herrscht ein steter Strom aus Neugierigen, Fans, Schraubern, die sich zwischen den Fahrzeugen bewegen, Männer, Frauen, Kinder gleichermaßen. Die einen haben schon zu Jugendzeiten ihre Liebe zu den amerikanischen Autos entdeckt, andere sind fasziniert von der Technik. Ab und an regt das, was man zu sehen bekommt, auch schon zum Schmunzeln an.

Amerikanische Fahrzeuge bedürfen kaum des Zubehörs, oft reichen die Glückswürfel am Rückspiegel und das Mädchen im Petticoat auf dem Beifahrersitz, und das richtige Fahrgefühl stellt sich ein. Manch einer hat, wie das Ehepaar vom Ammersee, seinen Pick-up nur vom Dreck befreit und poliert. Als Farmtruck kam der Ford F100 mit langem Radstand, Baujahr 1962, direkt aus Nevada, erinnert sich sein stolzer Besitzer.

Mit der originalen Bicolorlackierung, Dreigang-Handschaltung und ohne Servolenkung wartet das Auto auf. Zur Not, weiß sein Fahrer, könnte man damit locker einen Pflug auf dem Acker ziehen. Aber im Stadtverkehr, vor allem beim Einparken, macht sich die spartanische Ausstattung bemerkbar.

Das hielt jedoch die Besitzer aus dem weiteren Umkreis nicht davon ab, am Wochenende nach Kinsau zu kommen, wie die Kennzeichen verrieten.

Oliver Sommer

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