Der bisher namenlose Fußweg entlang der Peitnach heißt künftig ebenfalls Adolph-Kolping-Weg. Foto: heiss

Kolping-Weg wird weitergeführt

Peiting - Der Gemeinderat Peiting beschloss, den Fußweg von der Ammergauerstraße bis zur Poststraße auch nach Kolping zu benennen.

Der Fußweg entlang der Peitnach zwischen Ammergauer- und Meierstraße wurde bereits im Jahr 2001 in Adolph-Kolping-Weg gewidmet. Anlässlich ihres 75-jährigen Jubiläums im November des gleichen Jahres hatte die Kolpingsfamilie Peiting sämtliche anfallenden Kosten übernommen. Die Segnung war dann einen Tag vor der Jubiläumsfeier durch Pfarrer Helmut Kraus vorgenommen worden.

Für die Weiterführung des Fußweges entlang der Peitnach zwischen Rathaus und Peitnachbrücke an der Poststraße lagen der Gemeinde Peiting nun verschiedene Vorschläge vor. Der langjährige ehemalige KAB-Vorsitzende Hans Schleich hatte sich wiederholt dafür eingesetzt, die Fortführung des Kolping-Weges als Bischof-Ketteler-Weg zu benennen. Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler (1811 bis 1877) war katholischer Bischof und Politiker. Er war Gründer der KAB (Katholische Arbeitnehmer-Bewegung). Der Sozialethiker wurde auch Arbeiterbischof genannt und stand unter dem Einfluss Kolpings.

Wie Bürgermeister Michael Asam in der jüngsten Gemeinderatssitzung ausführte, hatte sich auch Heinz Buchmaier von den Peitinger Heimatfreunden mit einem Vorschlag an die Gemeinde gewandt: Er schlug vor, den Wegabschnitt entlang der Peitnach nach dem ersten festangestellten Lehrer Peitings, Xaver Schegg, zu benennen (1802 bis 1833). Schegg war im 19. Jahrhundert in Peiting nicht nur Lehrer, sondern auch Messdiener, Organist und Schreiber der Gemeinde. Laut Gerhard Heiß, Gemeinderat und als Ortsheimatpfleger ebenfalls bei den Heimatfreunden engagiert, ist Buchmaier durch das Übertragen alter Unterlagen auf die Person des Lehrers gestoßen.

Eine weitere Idee für die Namensgebung aus den Reihen der Heimatfreunde ist Schmittenweg. Fritz Mäuerle, der auch Vorsitzender des Stiftungsrates Kulturverein Schongauer Land ist, kam auf diese Idee, weil es am Bach damals vier Mühlen gegeben haben muss. Alte Mühlenwerkzeuge fand man beim Ausheben eines Kellers im Erdreich vergraben im Anwesen Poststraße 10. Eine zweite Mühle wurden an der Ammergauer Straße/Ecke Hauptplatz betrieben, eine weitere an der Ecke Ammergauerstraße/Asamstraße. Die ehemalige Schmiede an der Weidachstraße wurden später an der Schongauer Straße neu gebaut. Wie Mäuerle auf Anfrage erläutert, sagt man in Peiting statt „in der Schmiede“ im Alltag eher „in der Schnitte“, daher also sein Vorschlag Schnittenweg.

Bei einer Fraktionsführerbesprechung seien verschiedene Anregungen der Bürger diskutiert worden, man habe sich aber darauf verständigt, dass es wohl „noch viele andere honorige Peitinger Bürgerinnen und Bürger gibt, nach denen dieser Fußweg benannt werden könnte“, formuliert es Asam in der Beschlussvorlage. Um eine durchgängige Namensgebung für den Weg an der Peitnach in der Ortsmitte zu erhalten - „das führt nur zu Irritationen“ (Asam) -, habe man sich jedoch darauf geeinigt, auch den verlängerten Fußweg Adolph-Kolping-Weg zu benennen. Der Gemeinderat folgte dem Vorschlag Asams einstimmig.

Elke Robert

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