Bürgermeister Georg Epple tritt doch nicht mehr an.

Überraschung in Apfeldorf

Kurz vor der Aufstellung: Bürgermeister Georg Epple zieht zurück

  • Klaus Mergel
    VonKlaus Mergel
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Bei der anstehenden Kommunalwahl war die Frage, wer Bürgermeister in Apfeldorf wird, mit am spannendsten. Doch aus dem Trio, das kandidieren wollte, ist jetzt ein Duo geworden: Amtsinhaber Georg Epple tritt nicht mehr an.

Apfeldorf – Neben Amtsinhaber Georg Epple gab es mit dem derzeitigen zweiten Bürgermeister Gerhard Schmid und Gemeinderatsmitglied Robert Frühholz insgesamt drei Kandidaten. Und alle drei treten für eine gemeinsame Liste an: die „überparteiliche Einheitsliste – CSU“. Deshalb wurde die Aufstellungsversammlung am 3. Dezember mit Spannung erwartet. Doch jetzt hat Amtsinhaber Epple aus dem Trio ein Duo gemacht: Er hat in einem Schreiben an die Schongauer Nachrichten angekündigt, doch nicht mehr anzutreten.

Kandidat Gerhard Schmid sieht zahlreiche Projekte, die er vorantreiben will: Wasserversorgung, Feuerwehrhaus und -fahrzeug, Angebote für Kinder und Senioren, Gewerbegebiet und natürlich das geplante Dorfgemeinschaftshaus, das die Gemeinde schon länger beschäftigt. „Aber natürlich zählt immer auch dabei der Gedanke, wie man das alles finanzieren kann“, sagt Schmid. Er habe aus seiner hauptberuflichen Erfahrung im Rathaus Fuchstal genau dafür die nötige Erfahrung beim Thema Finanzierung mit Hilfe von Förderung. „Zusätzlich ist es mir wichtig, die Bevölkerung mehr in Entscheidungsprozesse einzubinden.“

Kandidat Frühholz will Schlagzahl im Gemeinderat erhöhen

Kandidat Frühholz bringt als Sparkassenbetriebswirt und Immobiliengutachter sicher auch einige Kompetenz mit in diesen Wahlkampf. „Das Thema Bauen nimmt einen immer größeren Raum ein im Gemeinderat. Ich kenne mich im Baurecht aus, und habe handwerklichen Hintergrund“, so Früholz. Ihm sei wichtig, dass Projekte wie Wasserversorgung und Brandschutz künftig schneller auf den Weg gebracht werden. „Ich würde die Schlagzahl im Gemeinderat erhöhen. Wir müssen schneller Entscheidungen finden, um auch handeln zu können.“ Ihm sei es besonders wichtig, den Informationsfluss im Gremium zu erhöhen, das er in seiner jetzigen Besetzung als ein starkes Team mit hohem Fachwissen wahrnimmt.

Bürgermeister Epple hielt sich lange bedeckt

Bürgermeister Epple hielt sich lange bedeckt, hat jedoch stets signalisiert, dass auch er als Kandidat weiterhin zur Verfügung steht, „soweit es eben meine Gesundheit zulässt“. Diese Antwort ist jetzt negativ ausgefallen. „Die Arbeit als Bürgermeister wird immer umfangreicher. Das erfordert sechs Jahre gewissenhafte und innovative Arbeit in der Gemeinde“, schrieb Epple. Er habe sich dies gut überlegt und sei jetzt zu dem Schluss gekommen, „dass die Gesundheit mir eventuell doch seine Grenzen aufzeigen könnte. Im Alter von 72 Jahren ist es durchaus gerechtfertigt, solche Gedanken in einen Entscheidungsprozess mit dieser Tragweite einzubinden.“

Scheidender Rathauschef macht Werbung für seinen Stellvertreter Schmid

Er bedanke sich für das über ein Jahrzehnt entgegengebrachte Vertrauen sowie die sehr gute Zusammenarbeit mit den Bürgern von Apfeldorf – und macht gleichzeitig Werbung für seinen Stellvertreter: „Nachdem unter anderem mit dem zweiten Bürgermeister Gerhard Schmid ein ausgezeichneter weitsichtiger und qualifizierter Kandidat mit großer Verwaltungserfahrung und mit Visionen zur Verfügung steht, stimmt es mich für die Apfeldorfer Zukunft sehr hoffnungsvoll.“ Damit wäre eine gute Grundlage geschaffen, kreativ und umsichtig die Gemeindearbeit für die Zukunft zu gestalten.

Die Versammlung:

Zur Aufstellung des Bürgermeisterkandidaten der Apfeldorfer „überparteilichen Liste – CSU“ findet am Dienstag, 3. Dezember, um 20 Uhr in der Mehrzweckhalle statt.

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