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Stolz auf den neuen Kraftraum: (von links) Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman, TSV-Vorsitzende Anschi Haberstock und Robert Thomas (Hochbauamt). Das Laufband (links) ist neu, der Stepper alt. Das Wichtigste für diesen Raum ist die Lüftungs-Anlage (Hintergrund).

Kraftraum-Größe verdoppelt

Lechsporthalle: Keller-Sanierung kostet 840.000 Euro

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Schongau - LED-beleuchtetes Labyrinth statt düsterer Gruselkeller: Die Untergeschoss-Sanierung der Schongauer Lechsporthalle ist endgültig abgeschlossen. Das Ergebnis: Ein Kraftraum mit Lüftung und 17 Lagerräume für Stadt und Vereine.

OP, OP-Vorbereitung, Ambulanz: An das ehemalige Bundeswehrkrankenhaus im Keller der Schongauer Lechsporthalle (wir berichteten) erinnern jetzt nur noch diese kleinen schwarzen Schilder, die an der Außenseite der Türen aufgeklebt sind. Von Bett und Skalpell fehlt jede Spur. „Alles entsorgt“, sagt Robert Thomas vom Hochbauamt der Stadt Schongau, der am Montagnachmittag das Mammut-Projekt Keller-Sanierung offiziell für beendet erklärt hatte.

840 000 Euro hat das Ausmisten und Entgiften letztlich gekostet. „Davon ist die Hälfte auf die Schadstoffsanierung draufgegangen“, sagt Thomas. Die Entsorgung von Asbest, vor allem aber die Beseitigung von Schwimmel, der den kompletten Keller befallen hatte, war die Hauptaufgabe einer Spezialfirma, die laut Thomas „wirklich tolle Arbeit geleistet hat“. Und letztlich dafür sorgte, dass sich die Sportler des TSV wieder in den Kraftraum waagen dürfen – ohne Erkrankgungs- und Erstickungsgefahr.

Gut durchlüftet und LED-beleuchtet sind die frischsanierten Gänge.

„Wenn man die Räume und Gänge jetzt mit vorher vergleicht, ist das schon ein deutlicher Unterschied“, sagt Thomas. Die Luft war stickig, die Gänge dunkel, der ganze Keller ein Ort des Grauens. Wahrlich zum Fürchten. Jetzt aber sind die Gänge weiß gestrichen und mit zahlreichen LED-Lampen ausgeleuchtet. Noch besser: Bei Stromausfall schalten sich Ersatzlampen ein.

Das Wichtigste neben neuer Heizung und Elektrik ist aber die 150 000 Euro teure Lüftungsanlage, die sich durch jeden Gang und Raum schlängelt. Und die die kommenden zwei Monate auf Hochtouren arbeitet, um die restliche Feuchtigkeit aus den frischverputzten Wänden zu ziehen. Bis dahin sollte sich auch der Frisch-Gestrichen-Geruch verzogen haben.

Wobei: Verglichen mit vorher kann man schon jetzt von reiner Luft sprechen. 15 Lagerräume, ein Großlagerraum sowie ein geräumiges Archivlager bieten der Faschingsgesellschaft, dem Theaterverein, den TSV-Abteilungen, der Stadt Schongau, aber auch der Staufer-Grundschule, die wegen des Teilabbaus einige Zeit auf Stauraum verzichten muss, optimalen Lagerplatz für Dies und Das.

So sah der Keller aus: Rost, Schimmel und alte Geräte – alles entsorgt und bereinigt.

Was jetzt noch aussteht? Die Verteilung der Transponder an die Vereinsverantwortlichen, die neben den zwei Hausmeistern Zugang zum Keller bekommen. Und die Einweisung der Trainer an die Kraftraum-Geräte. „Dort darf aus Sicherheitsgründen in der Regel erst ab 16 Jahren und nur unter Aufsicht des Trainers trainiert werden“, sagt TSV-Vorsitzende Anschi Haberstock. Wann? „Zu bestimmten Zeiten.“ Belegungspläne für Sommer und Winter regeln klar, dass sich Fußballer, Handballer, Eishockeyspieler, Leichtathleten und Co. nicht gegenseitig an Laufband, Rudergerät und Langhantel blockieren.

Übrigens: Der Kraftraum ist von 36 auf 72 Quadratmeter um exakt das Doppelte erweitert worden. Statt sechs Sportler können dort ab sofort zwölf trainieren.

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