Das Mako OP-Team

Chefarzt Dr. Thomas Löffler im Gespräch

Krankenhaus Weilheim-Schongau steigt als erste Klinik Oberbayerns in Mako-Robotik ein

Beweglichkeit ist die Basis für Ihre Lebensqualität. Das Krankenhaus Weilheim-Schongau setzt beim Hüft- und Kniegelenkersatz zu fortschrittlichen Mitteln.

Als erstes Krankenhaus Oberbayerns setzt das Krankenhaus Weilheim-Schongau die Roboterarm-assistierte Operationstechnologie Mako ein und nimmt dadurch bei der chirurgischen Innovation eine Vorreiterrolle ein.

Individuelle Behandlung für jedes Gelenk

Mako ist ein zukunftsweisendes System, das mit einem Höchstmaß an Präzision und Patientensicherheit bei Hüft- und Kniegelenkersatz-OPs unterstützt. Denn jeder Patient hat eine individuelle Konstitution – jeder Mensch ist einzigartig. Für eine Behandlung mit dem Mako-System wird auf Grundlage einer Computertomografie ein 3D-Modell des betroffenen Gelenkes erstellt. Anhand dieses Models und 80 Positionspunkten kann das Mako-System im Operationssaal präzise bestimmen, in welcher Position sich das Gelenk befindet und wo genau die Prothese eingesetzt werden soll. Auf Grundlage dieser Daten assistiert der Mako-Roboterarm nun dem Arzt während der Operation. Die hohe Präzision des gesamten Ablaufs führt zu einer Schonung des Patienten, einer schnelleren Rehabilitation und einem geringeren Risiko von Nachoperationen. Ganz im Sinne des Patienten.

"Gerade beim Kniegelenk geht es dann nicht nur um Schmerzfreiheit, sondern um Funktionalität und Langlebigkeit."

Chefarzt Dr. Thomas Löffler im Interview

Dr. Thomas Löffler, Chefarzt

Dr. Löffler, kaum ein Medizinfeld hat sich in den letzten Jahren so rasant entwickelt wie die Orthopädie und Unfallchirurgie. Die Robotics gilt als Schlüsseltechnologie der modernen Medizin. Was haben Patienten davon?

Wir sind stolz darauf, als eines von neun Krankenhäusern deutschlandweit sowie als erstes kommunales Krankenhaus Oberbayerns unseren Patienten die Roboterarm-assistierte Operationstechnik "Mako" zugänglich machen zu können. Hierbei handelt es sich um eine innovative OP-Technik, die sich durch eine neue Qualität an Präzision und Sicherheit sowohl bei Knie- als auch Hüftgelenkersatz-Operationen auszeichnet. Diese hilft selbst uns erfahrenen Spezialisten noch präziser zu operieren, mit weniger postoperativen Schmerzen und kürzerer Genesungszeit für unsere Patienten. Wissenschaftliche Studien belegen zudem geringere Risiken für Nachoperationen.

Das Besondere am Mako-Verfahren ist:

  • Schonung der Weichteile
  • Schnellere Rehabilitation
  • Individuelle und reproduzierbare Prothesenposition
  • Höhere Patientensicherheit durch millimetergenaue Festlegung der Schnittgrenzen und Schnittebenen
  • Dreidimensionale Prothesenplanung, welche Schwierigkeiten bereits im Vorfeld erkennen lässt

Menschen verlieren ja im Laufe ihres Lebens viel an Beweglichkeit. Wie kommt das?

Mehr als 160.000 Patienten in Deutschland erhalten jährlich ein künstliches Kniegelenk. Viele sind zwischen 60 und 70 Jahre alt, doch zunehmend sind auch jüngere Menschen betroffen. Der häufigste Grund hierfür ist die Arthrose, eine krankhafte Abnutzung des Gelenks. Am Knie, das an fest jeder Bewegung beteiligt ist, macht sich der Verschleiß bereits in einem frühen Stadium schmerzhaft bemerkbar. Können die Beschwerden zunächst mit Medikamenten oder Krankengymnastik eingedämmt werden, schränken sie Mobilität, Arbeitsfähigkeit und Lebensqualität bald so stark ein, dass eine Operation unvermeidbar wird. Gerade beim Kniegelenk geht es dann nicht nur um Schmerzfreiheit, sondern um Funktionalität und Langlebigkeit.

Mako-Robotik im Krankenhaus Weilheim-Schongau

Der Weilheimer Johann Gayer ist einer der ersten Patienten, die von Ihnen mit dem Robotikarm-System operiert wurden. Wie ist es ihm ergangen?

Der Eingriff selbst hat ganze 75 Minuten gedauert. Herr Gayer fühlte er sich danach gut wie lange nicht mehr, da er sich wieder ohne Schmerzen frei bewegen konnte. Eine Woche nach der OP ging er in unserem Kontrolltermin bereits kurze Strecken ohne Krücken. Grundsätzlich können Patienten nach dem Eingriff meist schon vier Wochen später wieder bedenkenlos Rad fahren und nach einem halben Jahr sind viele Sportarten wieder möglich. Natürlich bleiben Erfahrung und Können des Operateurs auch weiterhin entscheidend. Denn es handelt sich hier nicht um eine autonom agierende Robotertechnologie. Vielmehr führe ich als Chirurg die Operation nach wie vor selbst durch, werde jedoch mit Hilfe einer speziellen Software und den daran angeschlossenen Roboterarm unterstützt.

Kann jeder Bürger die neue OP-Technik bekommen oder ist das nur etwas für privat Versicherte?

Politik und Krankenhaus haben mutig, aber auch wichtig und richtig entschieden, diese neue Technologie in den Landkreis zu holen, damit jeder Bürger die Chance erhält, davon profitieren zu können - unabhängig davon ob nun privat oder gesetzlich versichert.

Roboterassistiertes Operieren steht für moderne Spitzenmedizin, die Maßstäbe für eine bestmögliche, heimatnahe Gesundheitsversorgung setzt. Diese Nähe trägt nach unseren Erfahrungen ganz maßgeblich zu einer optimalen Behandlung und Heilung bei. Denn weite Entfernungen zu einem medizinischen Zentrum können belastend sein, weil eine stationäre Aufnahme Patienten von ihren Angehörigen trennt.

Krankenhaus Weilheim-Schongau

Die Spezialisten im Zentrum für Muskuloskeletale Chirurgie ZMC des Krankenhauses Weilheim- Schongau behandeln sämtliche Erkrankungen des Bewegungsapparates. Unfallchirurgie und Orthopädie sowie die Wirbelsäulenerkrankungen bilden die Schwerpunkte. So weit wie möglich operieren sie muskelschonend und minimal-invasiv.

Erfahrende Physiotherapeuten begleiten den Genesungsprozess vom ersten Tag an. Dank dieser Ausrichtung können auch komplexe Erkrankungen heimatnah mit modernsten Konzepten behandelt werden.

Kontakt

Zentrum für muskuloskeletale Chirurgie ZMC
Johann-Baur-Straße 4
82362 Weilheim
Sekretariat: Birgit Anklam
Tel: 0881 188-593
Fax: 0881 188-679
E-Mail: zmc-info@kh-gmbh-ws.de
Web: www.meinkrankenhaus2030.de
Facebook: https://www.facebook.com/UnfallchirurgieundOrthopaedieWMSOG

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