Erst vor vier Wochen passierte dieser Unfall am Krankenhausberg – jetzt soll eine neue Deckschicht helfen. archiv

Krankenhausberg zwei Wochen gesperrt

Schongau - Weil die Angebote von Baufirmen ausnahmsweise günstiger ausgefallen sind als geplant, kann die Stadt am Krankenhausberg mehr Straße sanieren als vorgesehen.

Mehr als 50 Unfälle seit dem Jahr 2012 - die Bilanz am Schongauer Krankenhausberg ist verheerend. Oft sind es Lkw, die vollbeladen auf dem Weg zu UPM ins Rutschen kommen. Wer sich den Belag der Straße dort anschaut, der wundert sich über diese Unfall-Häufung nicht: „Die Oberfläche ist abgefahren, die Körnung glatt“, sagte Stadtbauamts-Mitarbeiter Martin Blockhaus im Stadtrat. Deshalb habe man sich entschieden, die Straße mit Asphaltbeton zu sanieren, was bedeutet, dass die Oberfläche auf der kompletten Breite vier Zentimeter tief abgetragen und erneuert wird.

Mit Krankenhaus, Polizei und Rettungsdienst habe man bereits Gespräche geführt. Die Zufahrt zum Krankenhaus zumindest aus einer Richtung wird auf jeden Fall gewährleistet sein, so Blockhaus. Nur einige Anwohner am Lorenz-Wegele-Bichl können zwei Tage lang nicht zu ihren Grundstücken fahren.

„Wo sollen die denn ihre Autos abstellen?“, wollte Michael Eberle (CSU) wissen. Laut Blockhaus gebe es einen Weg zu den Schrebergärten, der in dieser Bauphase mitbenutzt werden könne. Es handele sich aber nur um eine kurze Behinderung, vermutlich müssen die Anwohner nur einen Tag auf die Zufahrt zu ihren Grundstücken verzichten.

Viel positiver fand Blockhaus das Ergebnis der Ausschreibung. Sieben Firmen hatten Angebote abgegeben, die günstigste bot 116 000 Euro - gerechnet und in den Haushalt eingestellt habe man rund 190 000 Euro. Man könne sich jetzt freuen und das Geld sparen - oder aber bereits einen Teil der restlichen Strecke Richtung Hohenfurch zur B 17 anpacken, die eigentlich erst für 2020 vorgesehen war. Stadtbaumeister Ulrich Knecht warb für letztere Option: „Das Angebot ist so außerordentlich günstig, das muss man ausnutzen. Da können wir mit der eingeplanten Summe noch einige hundert Meter mehr sanieren“, sagte er. Das wurde auch einstimmig beschlossen.

Die Maßnahme soll auch nicht mehr lange auf sich warten lassen: Noch in den Sommerferien soll die zweiwöchige Baustelle eingerichtet werden. Unklar ist nur noch, ob es noch Ende August losgeht oder erst Anfang September.

Boris Forstner

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