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Was sich beim Markt Peiting personell alles tut

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Von: Johannes Jais

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Peter Ostenrieder Bürgermeister Peiting
Bezieht Position zum personellen Zuwachs beim Markt Peiting: Bürgermeister Peter Ostenrieder. © Jais

Peiting – Einige neue Gesichter werden beim Markt Peiting 2022 beruflich einsteigen. Im Rathaus selbst soll eine neue Kämmerin die Nachfolge von Christian Hollrieder übernehmen. Was bei den personellen „Baustellen“ von der Kernverwaltung bis zum Wellenfreibad der aktuelle Stand ist, schildert Bürgermeister Peter Ostenrieder im Interview mit dem Kreisboten.

Wieweit sind denn die Gespräche gediehen, was die Nachfolge für den Kämmerer betrifft?

Ostenrieder: „Für den Kämmerer ist eine Nachfolge gefunden. Es gab etliche Bewerbungen, sowohl mit Verwaltungshintergrund aus verschiedensten Ebenen als auch Bewerbungen aus der Privatwirtschaft. Die Position des Kämmerers/der Kämmerin im Markt Peiting hat sich als durchaus begehrt dargestellt.“

Wie war das bisherige Prozedere?

Ostenrieder: „Mit den Personen, die am interessantesten erschienen, gab es Sondierungs-Vorgespräche in kleiner Runde. Danach wurden drei Favoriten in eine Runde eingeladen, bestehend aus Verwaltung, beiden Bürgermeistern und Vertretern aller Fraktionen sowie des Personalrats. Am Ende gab es eine einstimmige Entscheidung des Gremiums.“

Wer wird diese Aufgabe übernehmen?

Ostenrieder: „Die Aufgabe wird aller Voraussicht nach eine Dame übernehmen, die umfangreiche Erfahrungen in der Finanzwirtschaft sowohl auf kommunaler als auch auf ministerieller Ebene mitbringt. Der Gemeinderat wird die Einstellung in der nächsten Sitzung im Januar bestätigen. Erst dann und nach Unterzeichnung des Arbeitsvertrags werden wir die Personalie auch öffentlich machen.“

Wann wird die Nachfolgerin anfangen?

Ostenrieder: „Sie wird ihre Tätigkeit beim Markt Peiting am 1. April 2022 aufnehmen.“

Wie wird die Zeit bis dahin im Rathaus überbrückt?

Ostenrieder: „Bis dahin wird das eingespielte Team der Kämmerei unter Leitung des stellvertretenden Kämmerers Manfred Turner den reibungslosen Ablauf aller Kämmerei-Geschäfte sicherstellen. Die Vorbereitung und Verabschiedung des Haushalts 2022 durch den bisherigen Kämmerer Herrn Hollrieder war hierzu ein wichtiger Baustein, so dass dies gut gelingen wird.“

Wie sieht’s mit der Besetzung anderer freigewordener Stellen in der Kernverwaltung aus – Stichwort IT?

Ostenrieder: „Auch die freigewordene IT-Stelle konnte zum 1. Februar neu besetzt werden. Dafür konnte ein leitender Mitarbeiter aus der freien Wirtschaft gewonnen werden, der bisher als Ansprechpartner für verschiedenste Unternehmen und entsprechende Problemlösungen verantwortlich war. Damit passt der neue Kollege perfekt in diese Position und wir freuen uns, dass wir diese Stelle so rasch besetzen konnten.“

Sie setzen bei der IT aber auch auf externe Unterstützung.

Ostenrieder: „Parallel dazu arbeitet der Markt Peiting seit Oktober wieder begleitend mit einem externen Dienstleister zusammen, um möglichst unabhängig z.B. bei Erkrankungen oder anderweitigen Ausfällen zu bleiben. Zu diesem Zwecke ist wöchentlich ein fester Mitarbeiter des Dienstleisters auch bei uns im Rathaus. Zusätzlich werden wir jedoch noch einen weiteren IT-Mitarbeiter im kommenden Jahr für die interne Bearbeitung suchen. An der Einbindung des externen Dienstleisters wird dies jedoch nichts ändern, diese hat sich bewährt und soll in jedem Fall weiterlaufen.“

Ein Schwenk ins Bauamt – was tut sich da?

Ostenrieder: „Die Stelle eines zusätzlichen Mitarbeiters im Bauamt für den Tiefbau konnte zum 1. Januar neu besetzt werden. Unser Tiefbauleiter Gerhard Habersetzer wird also dann durch einen kompetenten Kollegen aus dem Fachgebiet Tiefbau verstärkt. Über diese Ergänzung sind wir sehr froh, da die Anforderungen im Tiefbau in den vergangenen Jahren doch immens gestiegen sind und vermutlich auch in den kommenden Jahren uns Straßen- und Kanalbauten sowie -sanierungen kaum loslassen werden.“

Stichwort Bautechniker?

Ostenrieder: „Ein weiterer Bautechniker konnte für das gemeindliche Bauamt zum 1. Februar 2022 gewonnen werden. Er wird insbesondere im Bereich Hochbau der gemeindlichen Liegenschaften, Liegenschaftsverwaltung, Umbauten, Sanierungen, Erweiterungen eingesetzt werden. Auch er bringt viel praktische Erfahrung (sowohl aus dem Hochbau als auch aus dem Tiefbau) mit in unser Bauamt und ergänzt das Team optimal. Eine Verwaltungsstelle im Bauamt ist aktuell noch zu besetzen.“

Was tut sich mit Blick auf neue Mitarbeiter im Wellenfreibad? Da haben ja 2021 alle drei bisherigen Kräfte aufgehört.

Ostenrieder: „Auch bei den Stellen für das Wellenfreibad tut sich Erfreuliches. Vorstellungsgespräche und zwei Zusagen konnten bereits getätigt werden, so dass wir auch in diesem Bereich zuversichtlich dem Öffnungstermin im Mai entgegensehen. Unser Ziel ist, hier mit kompetenten Mitarbeitern auch möglichst viel Angebot im Wellenfreibad zu ermöglichen, insbesondere was auch Zusatzangebote wie Schwimmkurse, Aquafitness und ähnliches betrifft. Auch hier gilt, dass die Personalien erst öffentlich gemacht werden können, wenn Arbeitsverträge unterzeichnet sind. Ganz besonders spannend wird beim Freibad, wie weit wir mit der Installation des neuen Heizsystems über die Wintermonate kommen bzw. ob die notwendigen Bau- und Bestandteile überhaupt lieferbar sind. Wir bleiben aber dran.“

Neulich haben Sie vor den Gemeinderäten gesagt: Peiting wächst, und damit auch die Aufgaben und das Personal bei der Marktgemeinde. Wie viele Mitarbeiter sind es derzeit insgesamt?

Ostenrieder: „Es wächst nicht nur unser Ort Peiting, sondern es wachsen auch die Aufgaben, Anforderungen und Erwartungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Marktes Peiting. Aktuell sieht die Verteilung der Stellen (laut Planung für 2022) wie folgt aus: Es sind insgesamt 140 Personen verteilt auf 116 Stellen. 32 sind’s in der Kernverwaltung mit Bauamt (Rathaus), 35 im Sozial- und Erziehungsdienst, 25 im Bauhof, sieben im Wasser- und Klärwerk und 17 sind’s bei Hausmeister, Reinigungspersonal etc. (Anmerkung der Redaktion: Die Ziffern hinter dem Komma wurden weggelassen).“

Das ist aber deutlich mehr als beim Personalstand für 2021!

Ostenrieder: „Im Stellenplan des Jahres 2021 (vor dem Nachtragshaushalt 2021) waren 98 Stellen vorgesehen. Die zusätzlichen Stellen sind zum einen die Erzieherinnen, die im Sommer 2021 hinzukamen für die Kindertagesstätten, dann werden im kommenden Jahr zwei Auszubildende ihre Ausbildung fertig machen und als Mitarbeiter übernommen. Des Weiteren wurde für das Bauamt ein zusätzlicher Techniker eingestellt und eine Verwaltungsstelle im Bauamt ist noch vakant.“

Wo wird noch aufgestockt?

Ostenrieder: „Weitere Verstärkungen werden insbesondere durch die zahlreichen Baumaßnahmen im Gebäudeunterhalt (Bauamt und auch Hausmeister) erforderlich werden. Dies gilt natürlich auch schon während der Maßnahmen. Beispielsweise wird die Eishallensanierung von Seiten des Bauherrn, das sind wir als Markt Peiting, eine sehr enge Begleitung erfordern, die ja auch durch die Bauverwaltung gestemmt werden muss.“

Wie sieht’s bei Mitarbeiterinnen in den Kitas aus?

Ostenrieder: „Auch im Bereich der Kindertagesstätten ist mit weiteren Personalmehrungen zu rechnen, da es spürbar ist, dass immer mehr Eltern unsere Angebote in Anspruch nehmen. Tatsächlich fällt es im Bereich des Öffentlichen Dienstes zunehmend schwer, Stellen adäquat zu besetzen, der Markt Peiting wird sich aber auch weiterhin bemühen, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Die immer wachsenden Anforderungen und Aufgaben für den gemeindlichen Bauhof werden ebenfalls eine personelle Herausforderung sein, auch hier gehe ich von einer Mehrung aus (mehr Straßen und Wege bedeutet zugleich auch mehr Instandhaltung, mehr Winterdienst etc.).“

Das bedeutet aber auch mehr Ausgaben!

Ostenrieder: „Im Durchschnitt fürs Jahr 2020 liegen bayerische Kommunen laut Landesamt für Statistik bei Personalausgaben in Höhe von 553 Euro pro Einwohner bei einer Betrachtung ohne Stadt-/Gemeindewerke, deshalb rechnen auch wir Klärwerks-, Friedhofs- und Wasserwerkspersonal heraus. Der Markt Peiting liegt im gleichen Zeitraum bei einem Wert von 485,61 Euro, was einem Prozentsatz von 87,81 Prozent entspricht. Der Wert ist also deutlich niedriger. Zugleich müssen wir darauf achten, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht überlastet werden.“

Stößt das Rathaus nur fünf Jahre nach dem Kauf der früheren Raiffeisenbank am Hauptplatz (Gebäude II) räumlich schon wieder an Grenzen?

Ostenrieder: „Das Wachstum wird auch durch die räumliche Situation im Rathaus aktuell etwas ausgebremst. Wir sind räumlich ‚am Anschlag‘ und werden wohl nach dem Auszug des Rathaus-Kindergartens zunächst über eine sinnvolle Nutzung dieser Räume für die Verwaltung nachdenken. Der Markt Peiting arbeitet mit notwendigen Stellen, achtet auf seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und wird logischerweise auch personell wachsen (müssen), um die steigenden Aufgaben und Anforderungen auch künftig bewältigen zu können – ganz im Sinne einer bürgerfreundlichen, zeitgemäßen und modernen Verwaltung.“

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