Eisenbahn Modell Hohenfurch
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Immer ein herzliches Willkommen für Eisenbahnfans in der Gartenanlage von Roswitha und Karlheinz Dörner in Hohenfurch, Kinsauer Straße.

Anziehungspunkt im Schönachdorf

Garteneisenbahn in Hohenfurch: Willkommener Stopp für radelnde Modelllandschaftfans

  • VonHans-Helmut Herold
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Hohenfurch – Hier ist binnen kurzer Zeit eine Erfolgsgeschichte entstanden: Vor vier Jahren hat ein Ehepaar Stück für Stück eine Garteneisenbahn in seinem Anwesen aufgebaut. Gute 14 Meter in der Länge und acht Meter in der Breite erstreckt sich die Miniaturwelt. Mit allem Drum und Dran und großer Anziehungskraft für Radler und Wanderer. Seit einem Jahr hat das Ehepaar ein Gästebuch, in dem sich jetzt der 500. Besucher verewigt hat.

Es ist wirklich eine kleine Sehenswürdigkeit, die sich Roswitha und Karlheinz Dörner in ihrem Garten geschaffen haben. Eine Miniaturwelt, wie man sie weit und breit nicht findet. Gut, in irgendwelchen Hallen gibt es immer wieder Ausstellungen von Fans von Modelleisenbahnen. Aber dieser Karlheinz Dörner hat schon richtig zugelangt.

Er hat seinen Garten „geopfert“, quasi auf Hochbeet und Gemüseanbau verzichtet. Der Vollblut-Eisenbahner hat seine eigene Eisenbahnwelt auf Stelzen installiert. In angenehmer Bauchnabelhöhe fahren seine Züge durch die liebevoll angelegte Landschaft seiner besseren Hälfte Roswitha. Denn die ist für das Salz in der Suppe zuständig.

Glasklar, dass so eine Anlage neugierig macht. Vor allem für Radler, die auf der Strecke von Schongau in Richtung Landsberg oder umgekehrt unterwegs sind. Da ist ein willkommener Boxenstopp geradezu angesagt.

Noch dazu, wenn die Gäste nicht am Zaun ihre Hälse verdrehen oder auf Zehenspitzen tänzeln müssen. Die Hausherrin Roswitha heißt sofort jeden Besucher willkommen. Ungewöhnlich, aber Gastfreundlichkeit wird bei den Dörners groß geschrieben.

Da darf man glatt das Areal betreten und alles hautnah bestaunen. Jede Menge Informationen gibt‘s natürlich obendrauf. Und das selbstverständlich kostenlos, aber überaus professionell. Denn Karlheinz hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt.

Von der Pike auf

Nach Abschluss der Schule studierte der Eisenbahnfan in Dresden Gleisbau. Danach fing er in Thüringen als „Reichsbahn Technologe“ an. Alles organisierte diese Truppe selbst, ganz ohne Fremdfirmen. Selbst gewaltige Schneemassen im Winter bewältigten Karlheinz und seine Männern.

Von der Reichsbahn wechselte er nach der Wende zur Bundesbahn, wurde in Murnau ansässig. Nach seiner Pensionierung kam das Ehepaar nach Hohenfurch und kann sich jetzt voll in dem neu gestalteten Garten austoben.

Fast alles an Zubehör, was in Kisten und Schachteln im Dornröschenschlaf vor sich hin schlummerte, wurde in Szene gesetzt. 100 Loks und 400 Waggons wechseln sich seitdem auf der Landschaft in Miniaturgröße ab.

Gäste voll des Lobes

Dass diese Sehenswürdigkeit neugierig macht, ist klar. Und sie wird von Gästen aus allen Himmelsrichtungen im Gästebuch gelobt. Remagen, Karlsruhe, Ravensburg, Berlin, Leipzig, Hamburg, München nur einige der Orte, von wo die Besucher mittels Fahrrad das Zwischenziel ansteuern.

Mit Kommentaren wie: „Ein herrliches einzigartiges Juvel, mit viel Liebe geschaffen“, oder „super, wie die Details dargestellt sind“, „Paradies für Junge und jung gebliebene“, „mit dieser Anlage ist die Reaktivierung der Fuchstalbahn nur eine Formsache“. Der „Wahnsinn mit drei !!!“ wird von Maria und Erich aus Ingolstadt bezeichnet, bei Peter und Ursula aus Würzburg werden Kindheitserinnerungen wach. Und ein Dieter Führer aus Schongau mit seiner Ute setzt noch eine tolle Kugelschreiberzeichnung dazu. Jörg und Ulrike aus Leverkusen hat die Anlage so viel Freude bereitet, dass sie das 2:4 gegen den FC Bayern glatt vergessen. Nicht zu vergessen ein „Belissimo“ aus Italien, gefolgt von „Mille Grazie Per La Visita“ und einem „Molti Complimenti“ der 5 Amici aus Verona.

Sogar Bestseller-Schriftstellerin Nicola Förg hat von der Anlage Wind bekommen. Sie hat in der Serie „Wandern & Schlemmen“ im Münchner Merkur unter „Wunder(n) am Lech“ über diese Miniaturwelt im Hohenfurch einige Zeilen verfasst. Bleibt zu hoffen, dass nicht in einem ihrer nächsten Krimis eine Leiche unter einer Eisenbahnanlage gefunden wird.

Quelle: Kreisbote

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