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Neuer Mobilfunkmast am Schnaidberg kommt Mitte 2022

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Von: Johannes Jais

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Schnaidberg Mobilfunkmast
Blick zum Funkmast auf dem herbstlich gefärbten Schnaidberg. Mitte 2022 wird dort eine Stahlkonstruktion errichtet. © Jais

Peiting – Wer im Herbst bei tiefstehender Sonne zum Funkmast am Schnaidberg schaut könnte glatt den Eindruck gewinnen, dass bereits das Stahlgerüst aufgerichtet worden ist. Doch die helle Farbe kommt nach wie vor vom Holz der Douglasie. Der Bau der neuen Konstruktion ist für Mitte 2022 geplant.

Bis Ende nächsten Jahres sollen die Arbeiten für den Ersatz abgeschlossen. Diesen Ausblick gibt Sarah Rötzer; sie ist beim Unternehmen Vantage Towers Ansprechpartnerin für die Kommunikation. Dieses Unternehmen ist entstanden, als das europäische Funkturmgeschäft von Vodafone abgespalten worden ist. Der Mast wird so konzipiert, dass er Vodafone und alle anderen Betreiber im Funk bzw. Mobilfunk aufnehmen kann.

Die bisherige, 66 Meter hohe, Holzkonstruktion aus dem Jahr 2002 werde „fachgemäß recycelt“, erklärt Rötzer. Sie wird demontiert, weil vor allem unten das Material stark von Ameisen befallen sei. Das Gerüst sei nicht mehr dauerhaft sicher. Der neue Funkturm wird drei Meter höher, hieß es, als im Dezember 2020 in Peiting der Bauantrag behandelt wurde.

Für das Unternehmen Vodafone hat der Funkmast auf dem Schnaidberg eine zentrale Bedeutung beim Mobilfunkausbau im Kreis Weilheim-Schongau. Mittelfristiges Ziel ist es, möglichst die gesamte Bevölkerung an das 5G-Netz anzubinden - so, wie es bei der Mobilfunkversorgung mit Sprache (2G) und bei der mobilen Breitbandtechnologie LTE (=4G) bereits heute nahezu der Fall ist.

Dabei wird Vodafone zunächst die vorhandene Mobilfunk-Infrastruktur weitgehend mitnutzen und seine 5G-Antennen, wo immer möglich, zunächst an den 32 bestehenden Mobilfunkstationen in dieser Region anbringen – zum Beispiel an Masten, Aussichts- oder Kirchtürmen sowie auf den Dächern von Rathäusern, Bürogebäuden und Wohnhäusern.

Wie Vodafone-Konzernsprecher Volker Petendorf auf Anfrage informiert, werden die bereits bestehenden 32 Mobilfunkstationen nach und nach aufgewertet, indem dort zusätzlich 5G-Technologie installiert wird. Dies geschehe S im Laufe der nächsten Jahre. Hinzu kämen punktuelle Neubauten an neuen Standorten, die dann auch mit 5G ausgestattet werden.

Die ersten acht Stationen mit 5G-Technologie hat Vodafone bereits in Betrieb genommen. Die Antennen befinden sich an bestehenden Mobilfunkstandorten in Peiting, Schongau (zwei), Altenstadt, Rottenbuch, Obersöchering, Eberfing und Raisting. Bis Mitte 2022 wird Vodafone zehn weitere 5G-Projekte für schnelles Breitband-Internet realisieren.

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