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Peitinger Kanalgebühr klettert

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Von: Johannes Jais

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Klärwerk Peiting
Becken und Betriebsgebäude des Peitinger Klärwerks. Dort wird die Schmutzfraktion behandelt, ehe das Abwasser in den Lech eingeleitet werden kann. © Jais

Peiting – Neun Jahre sind die Gebühren stabil geblieben. Doch jetzt sind die Gebühren für Schmutzwasser und auch für Regenwasser, das nicht auf dem Grundstück versickert, neu kalkuliert worden. Sie klettern deutlich: beim Schmutzwasser um 25 Cent je Kubikmeter. 

Die Anhebung der Gebühr ist im Gemeinderat noch im Dezember 2021 beschlossen worden – in der gleichen Sitzung, als der Haushalt für 2022 verabschiedet wurde. Greifen wird die Erhöhung aber erst zum Januar 2023. Dann werden 1,59 Euro je verbrauchtem Kubikmeter Wasser in Rechnung gestellt. Die Gebühr beim Niederschlagswasser beträgt künftig 39 Cent je Quadratmeter Grundstücksfläche und Jahr. Bisher sind es 32 Cent.

Wenn eine vierköpfige Familie in einem Einfamilienhaus jedes Jahr 145 Kubikmeter verbraucht und beim Regenwasser 148 Quadratmeter des Grundstücks als abflusswirksame versiegelte Fläche angesetzt werden, hat sie dafür ab 2023 genau 36,25 Euro mehr für den Kanal und 10,36 Euro mehr fürs Regenwasser zu bezahlen. Kämmerer Christian Hollrieder hat diese Ziffer auf den Monat umgerechnet: Da ist es eine Mehrbelastung von knapp vier Euro.

Das Leitungswasser wird schon ab Januar 2022 teurer; die Erhöhung wurde bereits vor vielen Monaten beschlossen. Ab dem neuen Jahr wird dafür 1,33 Euro je Kubikmeter genommen. Dies betrifft die Haushalte von Peiting und Herzogsägmühle. Birkland hat eine eigene Versorgung; das Wasser dort ist billiger als in Peiting. Beim Kanal sind die Gebühren jedoch gleich.

Die gesplittete Abwassergebühr gibt es seit Januar 2014. Mit der separaten Verrechnung beim Regenwasser, bezogen auf die versiegelte Fläche, möchte man auch finanziell einen Anreiz dafür schaffen, möglichst viel Niederschlagswasser auf dem eigenen Grundstück zu versickern.

Was den Bereich Abwasser betrifft, so ist der Markt Peiting heuer in die roten Zahlen geraten. 74.000 Euro beträgt die Differenz zwischen den Gebühreneinnahmen einerseits und den Aufwendungen für Personal und Technik andererseits. Ende nächsten Jahres wird das Minus 162.000 Euro ausmachen. Einem weiteren Anwachsen des Fehlbetrages wird durch die jetzt beschlossene Neukalkulation entgegengesteuert.

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