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Vor 50 Jahren gestohlen: Kehrt das legendäre Henkerschwert nach Schongau zurück?

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Von: Oliver Sommer

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1971 aus dem Schongauer Stadtmuseum entwendet, könnte das legendäre Henkerschwert des Jakob Kuisl vielleicht schon bald dorthin zurückkehren.
1971 aus dem Schongauer Stadtmuseum entwendet, könnte das legendäre Henkerschwert des Jakob Kuisl vielleicht schon bald dorthin zurückkehren. © FKN

Schongau – Mehr als vier Jahrzehnte ruhten die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Kempten zum Einbruch in das Schongauer Stadtmuseum. Ein halbes Jahrhundert nach dem Beutezug besteht jetzt die berechtigte Hoffnung, dass vor allem das legendäre Henkerschwert des Jakob Kuisl bald wieder in die Heimat nach Schongau und in die Obhut des Historischen Vereins zurückkehren wird. Der ehemalige Kreisheimatpfleger Helmut Schmidbauer hatte das Diebesgut aufgespürt, bei der Jahreshauptversammlung des historischen Vereins verkündete er die guten Nachrichten.

Es war die Nacht vom 10. auf den 11. Juli 1971, also ziemlich genau vor 50 Jahren, als Unbekannte in das Schongauer Stadtmuseum, damals in der Blumenstraße, eindrangen und wertvolle Waffen der Schongauer Stadtwache und auch das historische Henkerschwert stahlen, erinnerte Helmut Schmidbauer. Seitdem war die Beute spurlos verschwunden. „Durch eine Fügung bin ich hinter die Diebesgüter gekommen“, verkündete Schmidbauer aktuell in der Sitzung des Historischen Vereins. „Sie existieren noch, alle (gestohlenen Exponate) sind noch da“, freute sich Schmidbauer.

Allem Anschein nach gelangte das Diebesgut über den Kunsthandel in Privathand, wie Schmidbauer recherchierte. Mittlerweile seien alle gestohlenen Exponate in der Obhut des Landeskriminalamtes und die Staatsanwaltschaft habe die Ermittlungen, die schon vor langer Zeit eingestellt worden waren bzw. ruhten, wieder aufgenommen. Er hege die Hoffnung, sagte Schmidbauer, dass die gestohlenen Güter zurückgegeben würden.

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