+
KFV-Vorsitzender Adi Fastner (rechts) und Geschäftsführer Thomas Weissbrodt (Mitgliederverwaltung, links) mit den geehrten Mitgliedern.

Jahreshauptversammlung

Kreisfischereiverein: Neue Gesichter in der Vorstandschaft

Schongau - Bei der 134. Jahresversammlung des Kreisfischereivereins Schongau ging Vorsitzender Adi Fastner auf die personelle Zusammensetzung der Vorstandschaft des KFV ein, die sich im vergangenem Jahr leicht verändert hat.

So ist Uffe Fokken aus der Vorstandschaft ausgeschieden, übt aber noch im Rahmen des Arbeitsdienstes verschiedene Funktionen aus. Arbeitsdienstleiter Christoph Greiner ist bekanntlich zum Vorsitzenden der Anglergemeinschaft Lech-Ammer gewählt worden, gehört aber in anderer Tätigkeit der Vorstandschaft des KFV weiterhin an.

Reibungslos übernahmen die seit einiger Zeit in die Vorstandschaft integrierten Hospitanten wichtige Funktionen. Jürgen Grimbs obliegt der Arbeitsdienst, Roland Meindl kümmert sich um die Vereinsboote, unterstützt die Gewässerwarte und ist Ansprechpartner für die Fischereiaufseher.

Christian Sonderleittner betreut die KFV-Homepage und hat auch die Gestaltung des Jahresberichtsheftes übernommen. Neu als Hospitant wurde Martin Grimbs gewonnen (für die Unterstützung der Jugendwarte).

Dem Verein gehören 459 Mitglieder an. Die aktiven Fischer haben im vergangenen Jahr 1610 Arbeitsstunden für Naturschutz, Umweltaktionen sowie Pflege- und Wartungsarbeiten an den Vereinsgewässern geleistet.

Leider waren heuer moderate Erhöhungen der Fischkartenpreise unumgänglich, da sowohl die Pachten als auch der Fischbesatz in den vergangenen Jahren um rund zehn Prozent gestiegen sind. Preiserhöhungen an Bächen und Verbandsabgaben wurden nicht an die Mitglieder weitergegeben. Änderungen gab es auch in den Vereinsstrukturen, z.B. im Studenten- und Jugendbereich, bei Aufnahmegebühren und Altersgrenzen in diesen Gruppen.

Weniger der Lech, sondern der untere Wielenbach hat den Fischern Probleme bereitet, da bei unberechtigten Baggerarbeiten Schäden aufgetreten sind.

Vorsitzender Fastner blickte insgesamt aber auf ein erfolgreiches Fischerjahr zurück, in dem der Arbeitseinsatz, die Fischermesse, das Königsfischen und das anschließende Sommerfest in der Lexe erfreulich waren.

Gewässerwart Peter Thanhäuser berichtete über Bewirtschaftung, Besatz und Fangergebnisse der einzelnen Gewässer. Daraus war zu entnehmen, dass der Fang des Hechtes in den Lechstaustufen 6 und 11 in den vergangenen Jahren allgemein rückläufig war. Konnten in der Lechstaustufe 6 noch einige schöne Exemplare von Huchen gefangen werden, so ergab es an der Lechstaustufe 11 wieder eine Fehlanzeige in diesem Bereich. Nicht befriedigend ist nach wie vor das Dasein der Äsche.

Jugendwart Guido Prielmeier ließ die Aktivitäten der Jugendgruppe Revue passieren, wie u.a. den Ausflug ins Jagd- und Fischerei-Museum in München, die jährliche Umweltaktion, den Anglerflohmarkt und das Gewässeruntersuchungsprogramm des Verbandes durch Elke Nagel, das durch Erik Bohl fachlich mitbetreut wurde.

Von einem leichten Minus im Ein- und Ausgabenbereich konnte Kassenwart Helmut Riedl berichten. Dass die Kasse ohne jegliche Beanstandung geführt wurde, bestätigten die Kassenprüfer Fritz Raab und Norbert Herz.

Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman würdigte die lange Tradition des KFV, der mit 134 Jahren der zweitälteste Verein in Schongau ist. Er lobte die enge Verbundenheit des Vereins mit der Stadt und dessen wichtige Funktion beim Schutz der Gewässer und der Natur.

Landrätin Andrea Jochner-Weiß sprach die vielfältigen Herausforderungen an, denen sich die Fischerei heute stellen muss, z.B. Schwellbetrieb, Fraßdruck durch Kormoran und Gänsesäger, Bachforellensterben usw. Sie würdigte den KFV für den Einsatz für Natur und Heimat und für die engagierte Jugendarbeit. Der Präsident des Fischereiverbandes Oberbayern, Franz Geiger, rühmte die vorbildliche Führung des KFV und war erfreut, dass das Gewässeruntersuchungsprogramm durch die Jugend so erfolgreich angenommen werde.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Die Tradition mit den Krautköpfen
Sauerkraut aus der Supermarkt-Dose? Nicht in Schwabbruck. Es ist gute, alte Tradition in der Schönachgemeinde, am Kirchweihsamstag die Krautköpfe selbst zu hobeln. Die …
Die Tradition mit den Krautköpfen
Investitionsstau bei Schongauer Straßen „keine Strategie“
Bei Gegnern der Straßenausbau-Beitragssatzung (Strabs) in Schongau ist oft zu hören, dass die Stadt an den Straßen seit Ewigkeiten nichts gemacht hat. Es steht der …
Investitionsstau bei Schongauer Straßen „keine Strategie“
Grundstücksvergabe vertagt
Lange Bank und lange Gesichter in Apfeldorf gab es bei der jüngsten Gemeinderatssitzung: Die Neuregelung der Grundstücksvergabe durch die Gemeinde sollte eigentlich …
Grundstücksvergabe vertagt
Wer hat das Zeug zum Rettungshund?
Sie sind bei der Suche nach vermissten Personen eine unverzichtbare Hilfe. Die Rede ist von Rettungshunden mit ihren Führern, die eine komplexe Einheit bilden. Auf der …
Wer hat das Zeug zum Rettungshund?

Kommentare