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Kreisverkehr am Weilheimer Hof in Peiting lässt auf sich warten

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Der Kreisverkehr an der Münchener/Schongauer Straße lässt auf sich warten. foto: sak
Der Kreisverkehr an der Münchener/Schongauer Straße lässt auf sich warten. foto: sak

Peiting - Fast war das Thema Kreisverkehr am Weilheimer Hof in Peiting schon beschlossene Sache. Jetzt gehen die Planungen aber in eine weitere Runde.

Bürgermeister Michael Asam hält sich bedeckt, wenn es um das Thema Kreisverkehr am Weilheimer Hof in Peiting geht. Nach einem Ortstermin mit den Anliegern ist das Projekt nämlich wieder in der Schwebe. „Die Planungen wurden völlig auf den Kopf gestellt“, erklärte er dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung.

Eigentlich war schon alles klar: Ein Gutachten wurde erstellt, die Regierung von Oberbayern hat ihren Zuschuss bewilligt. Mit 50 Prozent sollte das Bauvorhaben an der Kreuzung Schongauer Straße/Münchner Straße gefördert werden und das wären 150 000 Euro. Nur noch von dem „Ja“ der Anlieger hing es ab, ob das Projekt heuer starten kann. Marktbauamtsleiter Jochen Rohrmoser hatte mit den Mitarbeitern extra den Kreisel auf die Straße gespritzt, damit sich die Grundstücksbesitzer ein Bild machen können (wir berichteten). Noch Ende Mai zeigte Asam sich zuversichtlich: „Es schaut gut aus, dass wir übereinkommen.“

Doch mittlerweile ist alles anders. „Beim Ortstermin kam uns die Erkenntnis, dass wir einiges nicht bedacht haben“, räumt er auf Nachfrage ein. Problematisch vor allem sei die Stellplatzsituation in jenem Eck. „Es fallen Stellplätze weg, die wir natürlich ersetzen müssen“, so Asam weiter. Das Problem: Werden sie verschoben, kollidieren sie eventuell mit der Querungsinsel weiter vorn.

Außerdem steht nun zur Debatte, ob der Kreisverkehr in der Mitte für Fahrzeuge überfahrbar sein soll. Klärung erhofft sich Asam nun von einem weiteren Gutachten, das zusammen mit dem Verkehrsgutachten ausgewertet wird. Letzteres soll erneut erschließen, wieviele Autos durchschnittlich die Strecke befahren und ob ein Kreisverkehr helfen würde, beispielsweise die Geschwindigkeit der Autos zu drosseln. Das zieht sich laut dem Rathauschef aber noch bis Mitte Juli hin.

Beim Thema staatliche Förderung bleibt Asam allerdings locker: „Da mache ich mir keine Sorgen. Für so ein Vorhaben werden wir immer einen Zuschuss bekommen.“ Die Befürchtung, die Regierung von Oberbayern könnte den Zuschuss zurückziehen, scheint keine Rolle mehr zu spielen. „Ich baue auf jeden Fall keinen Kreisverkehr, wenn er nicht funktioniert“, so Asams Aussage. Da bleibt wohl nur noch abwarten. Denn sollte das Projekt verwirklicht werden, dann wohl erst 2013, so Asam.

Sabine Krolitzki

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