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Das Kreuzerhaus wird zum Ort der Begegnung für alle Kulturen.

Kreuzerhaus

Asyl: Raum der Begegnung eröffnet in Peiting

Ein Raum der Begegnung. Begegnung zwischen Menschen, zwischen Kulturen: Im Kreuzerhaus soll das jetzt möglich sein. Die Gemeinde hat die Räume dem Helferkreis Asyl zur Verfügung gestellt – am Wochenende wurde offiziell eröffnet.

Peiting – „Meet friends and harmony“ – Freunde und Harmonie zu finden wünschte Koordinatorin Anita Heiss den anwesenden Asylbewerbern bei der Eröffnung des Begegnungscafés im Kreuzerhaus. Geöffnet ist es montags bis freitags von 15 bis 17 Uhr.

„Es soll ein Raum werden, wo gelacht wird, aber auch Sorgen ihren Platz finden“, führte Religionspädagogin Monika Heerd aus. Zusammen mit Diakon Erich Mühlberger segnete sie die neuen Räume, die der Freundeskreis Asyl von der Gemeinde zur Verfügung gestellt bekommen hat.

Bis zum geplanten Abriss des Kreuzerhaus ist hier eine Begegnungsstätte eingerichtet, in der sich Asylbewerber und Einheimische treffen können, ein Internetcafé zur Verfügung steht und ein Spielenachmittag für Kinder angeboten wird. Bei der Eröffnung am Samstagnachmittag herrschte in den beiden Räumen – zu den Räumen des ehemaligen Lieblingsladen kam kurzfristig auch der Raum der angrenzenden Fahrschule dazu – so dichtes Gedränge, dass die Besucher auch noch im Flur und bis zur Tür hinaus standen.

Die kleine Koch-Ecke, wo Kaffee und Tee zubereitet werden können, ist bereits eingerichtet. Einziges Manko ist die fehlende Heizung, die derzeit nur durch Heizlüfter betrieben wird. Die Besucher werden sich also einige Zeit noch warm anziehen müssen.

Bürgermeister Michael Asam, der es sich trotz Hochzeitstag nicht nehmen ließ, zur Eröffnung zu kommen, hatte gleich zwei Übersetzer im Schlepptau, so dass seine Rede ins Englische und Urdu übersetzt wurde. „Ich hoffe, dass Sie sich hier Wohlfühlen, dass Peiting eine Heimat wird und Sie sich hier gut aufgehoben fühlen“, begrüßte er die ausländischen Gäste. „Für Sie wäre es noch viel schöner, wenn Sie wieder in Ihre Heimat zurückkehren könnten. Unser größter Wunsch ist es, bis dahin in guter Gemeinschaft zu leben“, fuhr er fort.

Einen großen Dank richtete er auch an die „wunderbaren Menschen“ aus dem Helferkreis, dem sich inzwischen weit über 100 Peitinger angeschlossen haben und ehrenamtlich dafür sorgen, dass sich die Asylbewerber gut einleben und einfügen können.

Da auch in diesem Jahr noch weitere Wohngruppen im Ort erwartet werden, werden noch laufend Menschen gesucht, die Patenschaften und Hilfestellung im Alltag übernehmen wollen. Interessenten sind ebenfalls im Begegnungscafé willkommen, um erste Kontakte zu knüpfen.

Ursula Fröhlich

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