Krippenausbau in Peiting: Gemeinde sammelt Zahlen und Fakten

Peiting - Der Vorschlag der CSU-Fraktion, ein neues Krippengebäude zu bauen, und den Rathaus-Kindergarten in den Therese-Peter-Kindergarten auszulagern, lässt die Köpfe in Peiting rauchen.

Bis das Thema im Gemeinderat behandelt werden kann, wird es noch dauern. Das lässt Bürgermeister Michael Asam auf Anfrage der Schongauer Nachrichten durchblicken. Immerhin gehe es um eine Entscheidung, „die zukunftsweisend ist. Und wenn wir uns wirklich für einen Neubau entscheiden, dann muss das wohl durchdacht sein.“

Apropos Neubau: Den hatte die CSU als Gegenvorschlag zu den Plänen der Gemeindeverwaltung ins Rennen geschickt. Weil die Gemeinde Krippenplätze aufstocken muss, hatte die Verwaltung vorgeschlagen, den Therese-Peter-Kindergarten zur reinen Krippeneinrichtung umzubauen und Kindergartengruppen auf andere Einrichtungen zu verteilen. Das hat zwei Gründe: Zum einen muss die Gemeinde eine gesetzliche Frist einhalten, die mit dem Anbieten von ausreichend Krippenplätzen einhergeht. Zum anderen sind die Räumlichkeiten des Therese-Peter-Kindergartens auf Kinder und nicht auf Babys und Kleinstkinder im Krippenalter ausgelegt. Ein Umbau wäre von Nöten.

Die Idee der Verwaltung hatte Anfang Dezember im Gemeinderat durchaus Anklang gefunden - zumal es für den Umbau der Kindergartengruppen zu Krippengruppen auch einen ordentlichen staatlichen Zuschuss gegeben hätte. Aber: Wenn es schon Geld gibt, warum dann nicht in die Vollen gehen? So könnte das Motto der CSU lauten, die zwei Wochen später bei der Weihnachtssitzung mit ihrem Gegenvorschlag aufgewartet hat. Der sieht so aus: Der Therese-Peter-Kindergarten wird nicht umgebaut. Stattdessen errichtet die Gemeinde ein neues Krippengebäude mit Räumlichkeiten für vier Gruppen in der Nachbarschaft. Im Therese-Peter-Kindergarten bleibt alles beim Alten.

In die freien Räume dieses Kindergartens könnten die Gruppen des Rathaus-Kindergartens umgesiedelt werden. Der wiederum könnte zum erweiterten Rathaus umgebaut werden.

Aber ist das alles machbar? Darüber zerbricht man sich im Rathaus den Kopf, seit die CSU den Vorschlag eingereicht hat. Denn: Bevor der Gemeinderat eine Entscheidung in der Sache treffen kann, muss erstmal über die Finanzierung des Projekts gesprochen werden.

Um genug Fördermittel abzusahnen, die für ein neues Krippengebäude ausreichen, muss dem Freistaat erst mal der Bedarf nachgewiesen werden. Nur für gebaute Krippenplätze bzw. -gruppen, die dann auch tatsächlich belegt sind, gibt es Kohle aus dem großen Topf in München. Derzeit ermittelt die Gemeinde Peiting - das wäre jetzt ohnehin auf der Liste gestanden - den Bedarf an Krippenplätzen bei den Peitinger Eltern. „Es kommen schon die ersten Rückmeldungen“, so Michael Asam. „Außerdem müssen wir die Räumlichkeiten des Rathaus-Kindergartens überprüfen, wie wir die verwenden können, falls der frei wird.“ Sprich: Was kostet der Umbau des Kindergartens zu einer Büroeinrichtung?

Zur Rathaus-Erweiterung gefragt, räumt Asam ein: „Es geht eng zu.“ Mehr Platz wäre also durchaus eine schöne Sache. „Aber man muss das von der Kostenseite her sehen.“ Über die Krippensituation wird nicht bei der Sitzung am morgigen Dienstagabend entschieden, sondern erst in den nächsten Wochen, wenn alle Erkundigungen eingeholt sind.

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