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Viel los ist bei der Eislaufschule des ECP

Eislaufschule des EC Peiting

Kufenflitzen statt Brettlfahren

Peiting - Der schneelose Winter beschert der Eislaufschule des EC Peiting scharenweise lernwilligen Kufen-Nachwuchs. Die Zwergerlkurse der Peitinger Skischule Top On Snow-Pfaffenwinkel mussten bisher abgesagt werden.

Ein zaghaftes Tippeln mit den Kufen auf dem Eis, die Fäustlinge ganz fest am Haltegriff des Lern-Pinguins. Jetzt nur nicht ausrutschen! Schließlich schauen heute nicht nur Mama und Papa von der Bande aus zu, sondern auch Oma und Opa! Momentaufnahme im Peitinger Eisstadion. Die ganz Kleinen hangeln sich noch eher vorsichtig über die Eisfläche, wer schon ein bisschen sicherer auf den Kufen steht, der lernt von den ECP-Ehrenamtlichen spielerisch die Bewegung auf der rutschigen Fläche. Einen Tennisball aufheben links. Dann wieder nach rechts bücken, Ball aufheben.

Auf der anderen Stadionseite werden die Größeren betreut. „Hinlegen!“, ruft Gordon Borberg. Die Kufenflitzer gehen gewollt zu Boden. Stehen nach Aufforderung wieder auf.

Es wird viel gelacht. Und auch das ein oder andere Tränchen fließt einmal. Aber dafür gibt’s ja die leckeren Schokoladenkekse am Eingang und einen heißen Tee. Und nach einer kurzen Verschnaufpause auf der Bank ist dann auch meistens alles wieder gut. Und: Wer ein echter Peitinger Kufenflitzer werden will, hat es gerade am Anfang nicht immer leicht.

Trotzdem stellen die Kinder in Peiting ihr Durchhaltevermögen unter Beweis: Das Interesse an der Eislaufschule des ECP ist ungebrochen. Ja, vielleicht noch nie so groß gewesen wie in diesem Jahr. 89 Kinder waren es alleine am gestrigen Sonntagvormittag wieder auf dem Eis. Für den sechsten Eislaufschul-Tag ist das richtig gut, freut sich Gordon Borberg. Der Team-Manager und frühere Kapitän des ECP, organisiert zusammen mit Michaela Krabat die Eislaufschule im Peitinger Stadion. Konkret heißt das: Trainer fürs Eis organisieren. Freiwillige, die Tee und Kekse ausgeben. Mütter, die Kuchen backen und verkaufen. Alles für den guten Zweck. Denn die 2,50 Euro Eintritt kommen der Jugendarbeit zugute.

Viel Aufwand, der sich in diesem Jahr so richtig lohnt. „Letztes Jahr waren es beim ersten Mal über 100 Kinder. Aber dann kommt eigentlich der Durchhänger“, weiß Borberg. Und zwar immer dann, wenn die Skikurse losgehen.

In diesem Jahr ist alles anders. Schon sechs Sonntage war bombig was los bei der Eislaufschule. Noch dreimal, und zwar an den nächsten drei Sonntagen, findet die Eislaufschule statt – mit wie vielen Kindern, das hängt sicherlich auch davon ab, wie sich die Schneelage entwickelt.

Schneelage? Ja, welche Schneelage überhaupt, wird sich da Klaus Rambach fragen. Der Leiter der „Skischule Pfaffenwinkel-Top On Snow“ kann sich ja schon an einige schlechte Winter erinnern. „Aber so krass wie heuer war’s noch nie“, sagt er über den Schneemangel. Auch die für dieses Wochenende angesetzten Skikurse mussten wieder abgesagt werden. Statt Schnee gab’s Regen. Die Pisten der hiesigen Skischule in Unter- und Oberammergau hat’s quasi weggeschwemmt. „Dort geht nur ein Bügellift“, weiß Rambach. Für die Ansprüche der Skischule Pfaffenwinkel-Top On Snow“, professionelle Kurse anbieten zu wollen, ist das zu wenig, betont er. Selbst für die Zwergerl.

Trotzdem kein Grund zu verzagen – weder bei der Skischule, noch für Zwergerl-Eltern oder Erwachsene. Erstmals wird die Saison bei der Skischule in diesem Jahr verlängert. „Wir planen den Februar auch noch“, sagt Klaus Rambach. Normalerweise war nach Fasching Schluss. Aber ungewöhnliches Wetter verlangt eben von allen ein außergewöhnliches Maß an Flexibilität. Und: „Wir hoffen, ab Montag in einer Woche geht es los mit den Kursen“, sagt Klaus Rambach mit Blick auf den Wetterbericht und vielleicht doch noch den lange ersehnten Schnee.

Barbara Schlotterer-Fuchs

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