30 Mitwirkende der englischen „Wooburn Singers“ mit ihrem Dirigenten Tom Hammond-Davies (rechts) präsentierten in der Basilika Altenstadt ein beeindruckendes Kurzkonzert. rwg

Kurzes, aber beeindruckendes Konzert

Altenstadt - Am Abend bereicherten sie die Abendmesse in der Basilika in Altenstadt mit ihrem Gesang und gaben danach noch ein kurzes Konzert: Musiker aus England.

Am Morgen waren sie erst aus London angereist, am Abend bereicherten sie die Abendmesse in der Basilika in Altenstadt mit ihrem Gesang und gaben danach auch noch ein kurzes Konzert: Der Chor „Wooburn Singers“ ist ein Ensemble von 50 Sängern aus South Buckinghamshire in Großbritannien, die sich in erster Linie dem a capella-Gesang verschrieben haben, aber auch große Choräle mit Orchesterbegleitung aufführen.

Nach Deutschland sind allerdings nur 30 Mitwirkende gekommen, die unter der Leitung des jungen Dirigenten Tom Hammond-Davies in Altenstadt nur ein kleines Gastspiel gaben. In Marktoberdorf wird der Chor ein großes Konzert geben, das ganz im Zeichen von Felix Mendelssohn-Bartholdy steht. Warum gerade dieser Komponist?

Tom Hammond-Davies erklärte das zu Beginn des Kurzkonzertes den rund 40 noch anwesenden Kirchenbesuchern. Mendelssohn-Bartholdy war mit Großbritannien sehr verbunden. Insgesamt zehn Mal bereiste er das Land und führte dort verschiedene seiner Werke auf. Unter anderem wurde 1846 beim Birmingham-Festival sein großes Oratorium Elias uraufgeführt.

In Großbritannien vergibt zudem seit 1856, neun Jahre nach dem Tod des Komponisten, die „Mendelssohn Scholarship Foundation“, die an die Royal Academy of Music angebunden ist, unregelmäßig Stipendien zur Förderung der Ausbildung von Musikern. Diese wurden und werden dann am Leipziger Konservatorium ausgebildet, an dem Mendelssohn lehrte und unterrichtete. „Es besteht somit eine große Freundschaft zwischen Deutschland und Großbritannien“, sagte der junge Dirigent.

Auf dem Programm der Gäste aus England standen neben Werken vom Komponisten selbst auch Stücke seiner Schüler. Nach dem Psalm 100, „Jauchzet dem Herrn alle Welt“ von Mendelssohn-Bartholdy, perfekt in deutsch gesungen, kam ein Stück des ersten Preisträgers der Stiftung zu Gehör.

Arthur Sullivan war ein direkter Schüler des großen Komponisten und wurde einer der herausragendsten britischen Musiker des 19. Jahrhunderts. Und so wurde sein Stück „The long day closes“ in der Basilika präsentiert. Man hörte auch noch „Lully, lulla, thou little tiny child“, ein modernes Stück des Schüler-Nachkommens Kenneth Leighton. Hier glänzte eine Sopran-Solistin mit außergewöhnlich kräftiger, glockenheller Stimme.

„Hebe deine Augen“, aus dem großen Oratorium Elias, gesungen in englischer Sprache, beendete dieses kurze, dafür aber umso beeindruckende Konzert.

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