Vollen Einsatz fordert der Milch-Shake-Wettbewerb: (v.l.) Brigitte Albrecht, Heimo Schmid, Fritz Lutzenberger, Mario Lindauer, Andrea Jochner-Weiß, Maria Kuenzer und Silvia Schlögel. foto: aj

Landfrauentag: Eine Auszeit für die Seele

Bernbeuren - Rund 200 Bäuerinnen aus dem Landkreis trafen sich beim Landfrauentag in Bernbeuren.

Der Landfrauentag ist inzwischen zur festen Institution geworden. Auch in diesem Jahr fanden rund 200 Bäuerinnen aus dem Landkreis den Weg in die Auerberghalle, um gemeinsam den Tag zu verbringen, sich auszutauschen und um es sich einfach gut gehen zu lassen - ein Tag für die Seele sozusagen.

Allerdings vollzog Kreisbäuerin Silvia Schlögel diesmal eine Änderung im Programmablauf. Denn werden für gewöhnlich zunächst die anwesenden Ehrengäste begrüßt, so holte die Kreisbäuerin gleich zu Beginn die im BBV neu gewählten Ortsbäuerinnen, Stellvertreterinnen und Beisitzerinnen auf die Bühne. Ausdrücklich lobte Silvia Schlögel deren ehrenamtliches Engagement.

In ihren Ausführungen ging die Kreisbäuerin auf das vergangene Jahr ein, das insgesamt sehr erfolgreich verlief. Vor allem der Milchfrühling mit seinen unterschiedlichen Aktionen, wie dem Käsekuchenwettbewerb oder dem Milchwettlauf in Rottenbuch, zu dem sich 460 Sportler am Start eingefunden hatten, sei ein großer Erfolg gewesen, so Schlögel. Auch der Kuchenverkauf der Landfrauen auf der Oberlandausstellung in Weilheim - 50 Bäuerinnen verkauften 350 Kuchen - war eine Erfolgsstory. Spenden und Erlös erbrachten 2200 Euro, die dem Hospizverein Polling gespendet wurden.

Kritische Worte fand Silvia Schlögel hinsichtlich der zunehmenden Versiegelung und Verbauung von Flächen und sprach sich in diesem Zusammenhang für die vermehrte Nutzung von Altbeständen aus. Als Negativbeispiel führte die Kreisbäuerin in diesem Zusammenhang den kürzlich errichteten Netto-Markt in Hohenpeißenberg an. „Wenn ich das sehe, blutet mir das Herz! Wir brauchen mehr Entsiegelung statt Versiegelung“, postulierte Schlögel.

Interessante Einblicke gewährte das Interview mit fünf Prominenten, das Kreisbäuerin Silvia Schlögel und deren Stellvertreterin Brigitte Albrecht mit Bernbeurens Bürgermeister Heimo Schmid, dem Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Fritz Lutzenberger, dem Chef der Raiffeisenbank Pfaffenwinkel Mario Lindauer, der stellvertretenden Landrätin Andrea Jochner-Weiß und mit der Referentin des Tages, Maria Kuenzer, durchführten. Nicht nur das Frage-Antwort-Spiel sorgte bei den anwesenden Landfrauen für gute Unterhaltung, sondern auch der Milch-Shake-Wettbewerb.

Dabei galt es, die in einer kleinen Flasche befindliche Sahne durch heftiges schütteln so rasch wie möglich in Butter zu verwandeln. Referentin Maria Kuenzer, Abgeordnete im Südtiroler Parlament, ehemalige Landesbäuerin und selbst Bäuerin, schaffte dies am schnellsten. „Ich bin schon ganz fix und fertig“, gestand Heimo Schmid anschließend, dessen Kopf von der Anstrengung rot war.

In ihrem Vortrag zum Thema „Von innen gestärkt für Neues offen“, zeigte die Referentin auf, wie man es schafft, stark und gefasst sein Leben zu meistern. Emotional und lebhaft legte Maria Kuenzer dar, wie wichtig es ist, Sinn in seiner Tätigkeit und in seinem Dasein zu finden und gleichzeitig Hoffnung zu haben, dass es gut weiter geht. „Überlegen Sie jeden Tag: Was gibt mir heute Kraft? Und wenn Sie nichts finden, gehen Sie raus auf die Straße und grüßen Sie ihre Nachbarin. Dann werden Sie sehen, wie gut allein das schon tut“.

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