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Die Trachtler aus Apfeldorf waren ebenfalls nach Hopfen am See gereist.

88. Gautrachtenfest in Hopfen am See

Mit Idealismus, Mut und Heimatliebe

Hopfen - Mit einem langen Festwochenende und einem kilometerlangen Festzug hat die Gemeinde Hopfen am See das 80-jährige Bestehen des Trachtenvereins Burg Hopfen gefeiert.

Zum Festumzug in Hopfen kamen über 70 Gruppen aus dem gesamten Oberen Lechgau sowie aus den benachbarten Gemeinden und dem Außerfern. Mit Idealismus und Mut, getragen von der Liebe zur Heimat und dem Brauchtum habe es seinerzeit begonnen, meinte Gauvorstand Walter Sirch, als der Trachtenverein, damals in der kleinen eigenständigen Gemeinde Hopfen gegründet wurde.

Und mit diesen Werten habe sich der Verein bis heute erhalten, so Sirch. Was angesichts der vom Tourismus geprägten Gegend an der „bayerischen Riviera“, wie der Hopfensee auch genannt wird, nicht immer leicht sei, so Josef Eggensberger, Vorstand des örtlichen Trachtenvereins. Für einen so kleinen Ort sei ein Gautrachtenfest schon eine Herausforderung, so Eggensberger, dessen Verein zum dritten Mal die Ehre hatte, ein Gautrachtenfest ausrichten zu dürfen, noch dazu das 88. So also hatte der 125 Mitglieder zählende Verein erneut die Ehre und Herausforderung angenommen, über 1000 Festgäste zu bewirten.

Los ging es mit dem Tag der Nachbarschaft am Freitag und einen Gauheimatabend am Samstag. Die Festlichkeiten fanden ihren krönenden Abschluss am Sonntag mit einem Gottesdienst, Frühschoppen und dem großen Festumzug. Angeführt von den Ehrengästen, unter anderem den beiden Landrätinnen des Oberen Lechgaus, Andrea Jochner-Weiß und Maria Rita Zinnecker (Füssen-Marktoberdorf), sowie dem Füssener Bürgermeister Paul Iacob, ging es entlang der „Riviera“ und vor der Kulisse der Allgäuer Berge durch den festlich geschmückten Ort.

Neben zahlreichen Festwagen, so hatten die Hopfener Fischer etwa eine Fischerin am „Haken“, auch der Heilige Florian und diverse Kirchen waren Teil des Umzugs, marschierten vor allem die Trachtenvereine mit ihren Mitgliedern durch den Ort. Walter Sirch, der auch teilweise moderierte, konnte so auch Gruppen aus dem Lechtal im Außerfern begrüßen. Der Obere Lechgau reicht bis nach Schongau und Peiting, beide Orte hatten ihre Vereine geschickt, die das farbenfrohe Bild an diesem sonnigen Sonntag bereicherten.

Oliver Sommer

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