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Pfaffenwinkel-Radwanderfahrt 2015: Bestens gelaunt ist diese kleine Rennradl-Gruppe.

1200 Teilnehmer bei Pfaffenwinkel-Radwanderfahrt

4420 Kilometer für Mütze und Pokal

Weilheim-Schongau - 1200 Teilnehmer aus ganz Deutschland haben bei der 32. Auflage der Paffenwinkel-Radwanderfahrt teilgenommen. Start- und Zielort der vier verschiedenen Routen zwischen 160 und 55 Kilometer war heuer das Peitinger Eisstadion.

Bei den Wandertagen lässt das Interesse in den letzten Jahren immer mehr nach. Auf zwei Rädern gemeinsam die Natur genießen, erfreut sich dagegen nach wie vor großer Beliebtheit. Bei der 32. Auflage der Pfaffenwinkel-Radwanderfahrt mit Start und Ziel am Peitinger Eisstadion durften die Veranstalter 1200 Teilnehmer begrüßen. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Zuspruch“, urteilte Uwe Flad vom Orgateam der Radsportfreunde Pfaffenwinkel, dem Zusammenschluss der Vereine RC Altenstadt, RC Peiting, SC Huglfing und SV Söchering. Mit rund 120 Helfern sorgten sie für einen reibungslosen Ablauf. Bereits am frühen Morgen standen die Ersten vor der Eishalle, um sich noch nachzumelden. Am beliebtesten war die 120 Kilometer lange Tour, die über Hohenfurch, Ingenried, Stötten, Roßhaupten, Prem und Rottenbuch wieder zurück nach Peiting führte. Fast 500 Starter, die bis aus Cottbus, Weimar und Frankenberg anreisten, wählten diese Route, die immerhin über 1300 Höhenmeter auswies. Für die ganz ausdauernden Radler gab es die 160 Kilometer Strecke, die noch einen zusätzlichen Schlenker über Peißenberg, Wessobrunn und Birkland machte. Außerdem wurden auch die etwas kürzeren Varianten mit 85 und 55 Kilometer angeboten. Unterwegs konnten sich die Radler, der Großteil davon auf dem Rennrad, an drei Verpflegungsstationen versorgen. „Die Suppe war super lecker“, lobte eine Teilnehmerin aus Wolfratshausen, die in einer Vierergruppe die 85-Kilometer-Runde absolvierte. „Die ganze Verpflegung war hervorragend“, ergänzte ihr Mitfahrer. Auch an der Ausschilderung der Strecke – an allen Abzweigungen waren große Schilder mit roten Dreiecken, die die richtige Fahrtrichtung anzeigten, angebracht – gab es nichts zu meckern. „Wir haben aber einmal nicht aufgepasst und sind falsch gefahren“, räumte eine Teilnehmerin aus Greifenberg, aus dem Nachbarlandkreis Landsberg, ein. Sie und ihr Begleiter kamen so nur auf 71 statt der eingeplanten 85 Kilometer. „Die Route war toll, fast nur auf ruhigen Straßen“, hatte sie an der Routenwahl ansonsten nichts auszusetzen. Wie die meisten war sie bei den hochsommerlichen Temperaturen am Mittag erschöpft, aber glücklich im Ziel angekommen – wie ein Radler als Markt Wald im Landkreis Ostallgäu. „Man trifft hier immer wieder neue Leute“, so die alljährliche Motivation für den 56-Jährigen, der bereits zum zehnten Mal an den Start ging. Zur Belohnung gab’s für alle Starter eine Sportmütze. Und für das Team, das die meisten Kilometer verbuchte, einen großen Sieger-Pokal. Hier hatte der Verein Post-SV Weilheim mit insgesamt stolzen 4420 Kilometern knapp die Nase vorn vor dem Radteam One Hirschvogel & Friends, die auf 4165 kamen. Doch Kilometer hin- oder her. Den Satz „wir kommen wieder“ hörte man aus allen Teilnehmer-Kreisen. Demnach steht der 33. Auflage der Pfaffenwinkel-Radwanderfahrt im kommenden Jahr schon jetzt nichts entgegen.

Roland Halmel

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