Antisemitismus-Skandal beschäftigt Kriminalpolizei

Schongau - Der Antisemitismus-Skandal um die Lokalisten-Gruppe "DITIB und IGMG-Schongau" schlägt immer höhere Wellen: Jetzt beschäftigt sich die Kriminalpolizei mit den Umtrieben.

Wie die Kripo Weilheim mitteilt, ermittelt das Kommissariat für Staatsschutz wegen des Verdachts auf Verwenden von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen.

Einer der Jugendlichen aus der Gruppe mit dem Benutzernamen „Djamil“ hatte in sein Lokalisten-Profil ein Bild hochgeladen, das Hisbollah-Terroristen mit dem Hitlergruß zeigt. Möglicherweise erfüllen Profilbilder anderer Gruppenmitglieder auch den Tatverdacht der Volksverhetzung sowie der Gewaltdarstellung.

Auf dem sozialen Netzwerk Lokalisten im Internet hatten Jugendliche aus Schongau eine Gruppe namens „DITIB und IGMG-Schongau“ gegründet und für die beiden islamischen Ortsvereine geworben. Mitglieder dieser Gruppe hatten antiisraelische und judenfeindliche Bilder und Parolen hochgeladen (wir berichteten). Mittlerweile ist die Gruppe geschlossen, die Bilder sind aus dem Netz verschwunden.

Die Umtriebe in Schongau hatte auch Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden, kritisiert: „Die Bilder, mit denen sich diese Jugendlichen brüsten, belegen eine neue Antisemitismus-Welle, die insbesondere in islamischen Kreisen grassiert.“

Franz Rohleder

Auch interessant

Kommentare