Auffallend viele Meldungen

Unfallfluchten im Weihnachtsstress

Schongau - Gleich fünf Fälle von Unfallfluchten hat die Schongauer Polizei gestern in ihrem Pressebericht aufgelistet. Wegen dem Stress zu Weihnachten?

Am Mittwoch, 23. Dezember, parkte eine 45-jährige Pkw-Fahrerin ihren braunen Ford Mondeo zwischen 11 und 11.25 Uhr in der Fanschuhstraße in Schongau. Als sie zu ihrem Auto zurückgekommen ist, stellte sie fest, dass an ihrem Heckscheibenwischer ein Zettel mit einem Namen und einer Handynummer abgeheftet war. Daraufhin bemerkte sie den Schaden (2000 Euro) am Heck ihres Wagens. Weitere Ermittlungen bezüglich der Handynummer und dem angegebenen Namen verliefen negativ. Bei dem gesuchten Fahrzeug könnte es sich um einen helleren Kleinbus handeln. 

Ebenfalls am vergangenen Mittwoch fuhr ein 69-jähriger Mann mit seinem Pkw rückwärts aus einer Parklücke auf dem Edeka-Parkplatz in Schongau. Er wollte anschließend nach links weiterfahren in Richtung Tannenberger Straße. Als der 69-jährige Pkw-Fahrer nach seiner Rückwärtsfahrt kurz zum Stehen gekommen ist, fuhr ein 86-jähriger Mann mit seinem Pkw zwischen ihm und der Parklücke hindurch. Dabei streifte der 86-jährige Pkw-Fahrer die Front von dem stehenden Pkw. An beiden Pkws ist insgesamt ein Sachschaden von rund 550 Euro entstanden. Der 86-jährige Mann ist anschließend weitergefahren, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Es wird nun ein Ermittlungsverfahren wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort eingeleitet.

Zwischen 500 und 2500 Euro Schaden

Eine 50-jährige Frau parkte ebenfalls am Mittwoch ihren roten Ford Fiesta um 16.55 Uhr vor der Sparkasse in der Münzstraße in Schongau. Als sie nach fünf Minuten zu ihrem Pkw zurückgekommen ist, stellte sie fest, dass der Wagen hinten links angefahren worden war. Es sind Kratzer an der Stoßstange und am Kotflügel entstanden. Der Schaden beläuft sich auf rund 1500 Euro.

Ein 26-jähriger Mann vom Rewe-Getränkemarkt in Hohenfurch beobachtete am vergangenen Mittwoch um 12.30 Uhr, wie ein Lastwagen rückwärts an der Wand parkte. Bei näherem Hinsehen, bemerkte er einen Schaden an der Beleuchtung einer Werbewand. Der Lkw-Fahrer, der davor parkte, ist allerdings nicht der Verursacher, da der Schaden nicht mit seinem Fahrzeug übereinstimmte. Es liegen bisher keine Hinweise vor, wer für den Schaden verantwortlich ist.

Zusammenstoß mit Rettungswagen

An Heiligabend, 24. Dezember, fuhr um 13.40 Uhr ein Rettungswagen mit Sonder- und Wegerechte auf den Europaplatz in Schongau zu. Vor ihm befand sich ein 35-jähriger Pkw-Fahrer, der die bevorrechtigten Fahrzeuge im Kreisverkehr vorbei lassen wollte. Als der Schongauer den Rettungswagen bemerkte, würgte er zunächst den Motor seines Autos ab und rollte anschließend beim Wiederanlassen rückwärts gegen den Rettungswagen. Der Schongauer setzte seine Fahrt fort, ohne sich um die Schadensregulierung zu kümmern. Bei dem Rettungswagen ist ein Schaden in Höhe von 2500 Euro entstanden. Dem 35-jährigen Pkw-Fahrer erwartet nun eine Strafanzeige wegen Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort.

Schongauer Polizei sucht jetzt nach Zeugen

Zu all den geschilderten Fällen erbittet die Polizeiinspektion Schongau sachdienliche Hinweise unter der Telefonnummer 08861/23460. Wer hat Beobachtungen gemacht, die zur Klärung dieser Straftaten führen könnten?

mg

Rubriklistenbild: © dpa

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