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Dodell: Kandidatensuche kommt in Schwung

Weilheim-Schongau - Die Entscheidung der CSU-Stimmkreisabgeordneten Renate Dodell, für die Landtagswahl im Herbst 2013 nicht mehr zu kandidieren, ändert für die anderen Parteien die Startvoraussetzungen.

Davon gehen jedenfalls einige ihrer Konkurrenten um das Direktmandat bei der Landtagwahl 2008 aus. Zumal die CSU noch auf der Suche nach einem Kandidaten für den Stimmkreis 129 (Landkreis Weilheim-Schongau sowie der Raum Murnau/Oberammergau) sei.

Einen Startvorteil erhofft sich Dominic Scales von der SPD: Scales, erster Nachrücker auf der SPD-Landtagsliste, rechnet sich nämlich Chancen auf einen baldigen Einzug in den Landtag aus. Und zwar für den Fall, dass die Landtagsabgeordnete Adelheid Rupp am 11. März zur neuen Oberbürgermeisterin von Bad Reichenhall gewählt wird. „Das wäre natürlich eine Super-Ausgangslage für mich“, so Scales, der 2013 gern wieder antreten möchte. Da Dodell nicht mehr kandidiere, gelte auch der Kandidat der CSU „als Neuer“ und müsse sich erst bekannt machen. „Im nächsten Frühjahr, so seine Einschätzung, werde es dann zur Aufstellungskonferenz kommen. Bereits im Herbst will die SPD ihren Bundestagskandidaten für 2013 nominieren. Angelika Dullinger habe ihr Interesse bekundet.

Gabriella Seitz-Hoffmann, die 2008 Landtagskandidatin der Grünen war, hat nun den Bundestag im Visier. Bei den nächsten Wahlkämpfen wird sich ihrer Ansicht nach sicher etwas ändern. Das habe aber nicht zwangsläufig mit dem Ausstieg von Renate Dodell zu tun. Dodell habe zwar „großen Einfluss gehabt“, doch die Grünen seien stärker geworden, und die Parteienlandschaft sei überhaupt in Bewegung geraten. „Das wird sehr spannend“, so Seitz-Hoffmann. Die Grünen seien bei der Suche nach einem Landtags-Kandidaten derzeit in der Findungsphase.

Ende Oktober/Anfang November sollen bei den Freien Wählern (FW) die Entscheidungen über die Listenplätze schon gefallen sein, so Matthias Demmel. Die Planung sehe so aus, dass er im Stimmkreis 129 erneut für die Erststimme kandidiere. Florian Streibl - er kam über die Liste 2008 in den Landtag - werde für das Direktmandat im zweiten Garmischer Stimmkreis und die Zweitstimme im Weilheimer Stimmkreis antreten. Bei der Bundestagswahl seien die Freien Wähler noch nichts so weit, „aber zwei, drei Kandidaten gibt es schon“, so Demmel. Für die Landtagswahl hat Demmel ein klares Ziel: 15 Prozent plus X.

„Bis zum Beginn der Sommerferien sollten wir den Kandidaten beziehungsweise die Kandidatin benennen können“, stellt der FDP-Bundestagsabgeordnete Klaus Breil fest, der sich 2008 noch für einen Sitz im Landtag beworben hatte. Nach dem Verzicht von Dodell werde die FDP „kurzfristig das Kandidatenpotenzial prüfen müssen“. Er selbst würde gern ein zweites Mal für den Bundestag antreten, aber das müsse noch mit den Kreisverbänden besprochen werden.

Und wie sieht der Zeitplan der CSU aus? Laut Wahlkreis-Geschäftsführer Johann Bertl „gibt es noch keine Termine“. Der Kreisvorsitzende Alexander Dobrindt spricht in einer Pressemitteilung von einer Kandidatenpräsentation zu „gegebener Zeit“.

Brigitte Gretschmann

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