Drei Stunden Chor-Spektakel

Schwabsoien - Drei Stunden lang haben ein prächtig aufgelegter Männerchor und ein entfesselter Kinder- und Jugendchor die 300 Besucher in der proppenvollen Schwabsoiener Gemeindehalle begeistert.

„Was hier abgeht, ist großartig. Dieser Chor ist ein leuchtendes Beispiel dafür, dass ein Männerchor keine aussterbende Sache ist“, beurteilt Jürgen Schwarz den. Chor der Schwabsoiener Singgemeinschaft. Der Vizepräsident des Chorverbandes Bayrisch-Schwaben ist aber ebenso von der Qualität des Kinder- und des Jugendchores begeistert. Man müsse nur in die Gesichter schauen um zu sehen, „dass die Kinder mit Herz und Seele dabei sind“.

Singgemeinschaftsvorstand Fridolin Zwick hatte eingangs schon angekündigt, „wir wollen Sie mit wunderschönen Melodien verzaubern“. Für die der Chor nahezu drei Jahre geprobt hat.

Es war das erste von 13 geplanten Konzerten. Elf sind bereits ausverkauft. 45 Männer waren es, die von Josef Kirchhofer mit viel Gefühl für das musikalische Detail zu Höchstleistungen getrieben wurden. Mit Johannes und Anna stellten die Kirchhofers ganz allein die musikalischen Begleiter. Helmut Lahner indes hat mit Witz und hintergründigem Humor die jeweiligen Stücke angekündigt.

Gleich zum Auftakt „Dank dir Musik“ und der russische Kirchengesang „Kriestu Tvojemu“ (Herr der Herrlichkeit) waren Empfehlung für das Konzert auf hohem Niveau. Klasse der Gefangenenchor aus der Verdi Oper „Nabucco, in dem Wolfgang Walter als Solist die Weissagung des Zacharias gesungen hat. Es folgte der Ohrwurm „Reich mit die Hand mein Leben“, bei dem Rosmarie und Josef Kirchhofer mit ihrem Sopran- und Tenorstimmen begeisterten. Hörenswert auch der Chor aus der Romantik „O Täler weit, o Höhen“.

Der zweite Teil des Konzerts war gespickt mit Melodien der 20er und 30er Jahre. Zu den Highlights zählte dabei zweifellos das lustig freche Quintett „Ein Abend im Gesangsverein Bummelsdorf“ mit Josef Kirchhofer, Fridolin Zwick, Helmut Lahner, Johann Hartmann und Theo Frühstück. Nach „Fliegermarsch“ und „Männer Boogie-Blues“ erklatschten sich die Zuhörer noch zwei Zugaben. 17 Stücke waren es insgesamt. Den lange anhaltenden Applaus hatten sich Chor und Solisten redlich verdient.

Sapparalot, was haben der Kinder- und der Jugendchor für ein Feuerwerk abgebrannt. 60 Buben und Mädchen aus Schwabsoien, Schwabbruck und Sachsenried im Kinderchor, 25 junge Damen und Burschen im Jugendchor. Beide Chöre wurden im Wechsel von Anne und Johannes Kirchhofer geleitet. Flott und beschwingt schmetterte der Kinderchor das „Froschkonzert mit Dagobert“ oder „Ich kenn den Bär“.

Begeistert hat aber auch der Jugendchor mit dem Klassiker „Mister Sandmann“ und dem „Ohrwurm“.

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