Blumen gab’s für die einzige Schülerin, die zugleich die beste Note holte: Die Absolventen, Semesterleiter Anton Miller (links) und Schulleiterin Margarete Kohnert (rechts) nahmen die Besten Anton Schmerold (vorne, 5. von links) und (rechts daneben) Regina Müller, Florian Wilhelm und Michael Promer zum Abschlussfoto in ihre Mitte. foto: ralf ruder

Eine Frau ist die Beste

Weilheim - Regina Müller feierte mit 17 jungen Bauern ihren Abschluss als „staatlich geprüfter Wirtschafter für Landbau“ an der Landwirtschaftsschule in Weilheim.

„Es kann sich nicht immer nur alles in den großen Metropolen abspielen.“ Mit diesen Worten plädierte Harald Kühn in seinem Grußwort, das er am Freitag anlässlich der Verabschiedung der Absolventen der Landwirtschaftsschule sprach, für die Entwicklung des ländlichen Raums. Die Landwirte würden mit ihrer Arbeit ihren Teil dazu betragen, so der CSU-Landtagsabgeordnete zu den frischgebackenen Wirtschaftern im Landbau.

Eine Vision für Weilheim hat Wolfgang Scholz. In der Nachbarschaft der Landwirtschaftsschule würden derzeit Flächen zur Umnutzung anstehen, hier könnte ein „Campus Weilheim“ entstehen, eine Einrichtung, die die Bedeutung Weilheims als Bildungsstandort für die Landwirtschaft unterstreicht.

An die jungen Landwirte appellierte der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands (BBV), sie sollten „die Landwirtschaft als Ganzes sehen“ und jeder sollte jeden wertschätzen, unabhängig von seiner Betriebsform.

Margarete Kohnert sieht in der Ausbildung auch eine Hilfe für die Landwirte, ihre Zukunft zu planen. „Es kommt darauf an, das Passende zu finden - für sich, die Familie und den Betrieb“, so die Schulleiterin.

Alle 18 Schüler, unter ihnen war nur eine Frau, machten den Abschluss und sind damit „staatlich geprüfter Wirtschafter für Landbau“. Die beste Note erzielte Regina Müller mit 1,50 vor Anton Schmerold und Florian Wilhelm, die sich mit der Note 2,00 den zweiten Platz teilen. Michael Promer erzielte die Note 2,07. Klare Zukunftsvorstellungen haben die Jungbauern schon. Regina Müller will nach der kommenden Meisterprüfung neben der Arbeit auf dem Hof in Wielenbach auch in Teilzeit auswärts arbeiten, um Erfahrung zu sammeln, berichtete sie. Anton Schmerold sagte, er bleib „daheim auf dem Betrieb“, einem Grünlandbetrieb mit 50 Milchkühen in Steingaden.

Alfred Schubert

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