Erholung und Lernen gut mischen

Schongau - Dass Schüler in den großen Ferien die Bücher in die Ecke stellen sollen, sagt BLLV-Vorsitzender Wenzel. Lehrer und Psychologen raten zur gesunden Mischung aus Erholung und Lernen

"Grundsätzlich sind schlechte Noten kein Zufall", meint Realschulleiter Karl-Heinz Kröniger aus Schongau. Es seien Defizite da, die es zu beheben gelte.Es mache indes wenig Sinn, deshalb die gesamten Ferien durchzuackern, "weil man dann völlig ermattet zurückkommt und so ins neue Schuljahr geht".

Dies gelte auch für Übertreter aus Haupt- oder Realschule. Da sie mitunter in die Lage kämen, Dinge nachlernen zu müssen, mit denen sie früher noch nie konfrontiert worden seien, werde ihnen eine halbjährige Nachholzeit eingeräumt.

Schulpsychologe Martin Sauer setzt auch auf Erholung, aber nicht ausschließlich. "Weil man ansonsten noch schlechter dasteht als zuvor." Sinnvoll sei, sich zweimal pro Woche hinzusetzen und in den Ferien für die Schule zu arbeiten.

Sein Kollege Helmut Wexler appelliert derweil an die Eltern, die Kinder nicht für schlechte Noten zu bestrafen, weil deren Ablehnung gegenüber der Schule sonst noch größer werde.Erholung, Lernen.

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