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Rektorenwechsel an der FOS/BOS Weilheim: Rosemarie Bastuck löst Peter Ziller ab

Rektorenwechsel an der FOS/BOS in Weilheim

Mit "Ziller-ABC" in den Ruhestand

Weilheim - Peter Ziller geht, Rosemarie Bastuck kommt: An der Fachoberschule und Berufsoberschule in Weilheim gibt es eine Veränderung auf der Kommandobrücke.

Rosemarie Bastuck folgt auf Oberstudiendirektor Peter Ziller (64), der diese Aufgabe acht Jahre innehatte und nun in den Ruhestand verabschiedet worden ist. Sie wolle „die Neugier auf die Neue“ etwas befriedigen, sagte Bastuck, als sie bei einer Feier in der Aula der FOS/BOS vorgestellt wurde. Geboren ist sie in Saarbrücken. Studiert hatte sie die Fächer Physik und Chemie. Das Referendariat machte sie an einer Gesamtschule im Saarland. 1988 kam Rosemarie Bastuck, die kurz Rosi genannt wird, nach München. In der Landeshauptstadt war sie Lehrerin an der Fachoberschule für Technik. 1997 kam sie für acht Jahre an die FOS/BOS Weilheim. 2005 wurde die Pädagogin in München Mitarbeiterin in einer Schulleitung. Zuletzt war sie seit 2012 ständige Stellvertreterin des Direktors an den Beruflichen Schulen mit der BOS in Landsberg.

Im Mittelpunkt der Feier in der Aula mit knapp 100 Gästen stand freilich die Verabschiedung von Oberstudiendirektor Peter Ziller in den Ruhestand. Konrad Maurer, der Ministerialbeauftragte für die Berufsoberschulen und Fachoberschulen in Südbayern, zeichnete dessen Laufbahn nach. Geboren in Herrsching und nun in Dießen wohnhaft, hat Ziller nach der Realschule und der Ausbildung als Diplomingenieur gearbeitet. Dann machte er an der TU München das Lehramtsstudium in Elektrotechnik und Physik.

Zehn Jahre war Ziller „im schwäbischen Exil“, womit Ministerialbeauftragter Maurer das Jahr in Kaufbeuren und die neun Jahre in Augsburg meinte. 1989 erfolgte für den Pädagogen der Wechsel nach Weilheim. 2001 wurde er Mitarbeiter in der Schulleitung, 2007 Stellvertreter des Chefs und 2008 schließlich Schulleiter. Damals waren es 500 Schüler an der FOS/BOS, heute sind es fast 700 Schüler in 23 Klassen.

Ministerialbeauftragter Maurer sprach von einer „idealen Größe“. Weilheim brauche sich trotz der neuen FOS in Starnberg keine Sorgen zu machen. Diese halte er keineswegs für bedrohlich für den Standort Weilheim. Zumal er auf dem Weg zur Starnberger FOS manche „kleinkarierte und schwerfällige“ Aktion erkannt habe, meinte Maurer – „auch wenn den Starnbergern jetzt die Ohren klingeln“.

Die Frau, die als nächstes ans Rednerpult trat, war aus Starnberg. Angelika Wahmke wurde jedoch nicht politisch, sondern würdigte den „feinen und diplomatischen Charakter Peter Zillers. Zusammen mit der Vorsitzenden Christine Dürner und Herbert Bogner vom Elternbeirat überreichte sie eine kulinarische Kiste und eine Bettlektüre, nämlich einen speziellen Wanderführer.

Markus Wagner vom Personalrat charakterisierte den langjährigen Chef als „unkompliziert und zielführend“. Die FOS/BOS habe in den letzten Jahren deutlich an Profil gewonnen. Jan Mayer und Christian Dick erklärten in ihrem Beitrag als stellvertretender Schulleiter bzw. als Mitarbeiter der Schulleitung das „Ziller-ABC“; dabei spannten sie den Bogen vom Buchstaben A wie „akribisches Arbeitstier“ über F wie „Fordern und Fördern“ und O wie „ordnungsliebend“ bis zu Z wie „Zukunft“, womit sie die Zeit mit der Familie meinten. Ziller lebt mit seiner Frau in Dießen; er hat einen 36-jährigen Sohn und eine 33-jährige Tochter. Stolz ist er auf das Enkelkind Anna.

Grußworte auf der Feier, die Eve Gaßner und Liedern und Gitarre gestaltete, sprachen Landrätin Andrea Jochner-Weiß und zweiter Bürgermeister Horst Martin. Jochner-Weiß würdigte den Ruf der FOS/BOS; dies sei wesentlich Zillers Verdienst. Vize-Bürgermeister Martin erwähnte das „gute Schulklima“; die BOS/FOS sei ein wichtiger Standortfaktor.

Nachdenkliche Töne fand Peter Ziller selbst. Den projektorientierten Ansatz und die systematische Lehrerfortbildung seien ebenso wichtige Komponenten wie die geforderte Eigenkompetenz der Schüler. Doch bei diesem Stichwort sei noch einiges zu verbessern; Grundlagen im Lesen, Schreiben und Rechnen seien beim Übertritt an die FOS/BOS mitunter „zu dürftig“, kommentierte Peter Ziller. Zudem sei die „Dauerreformbereitschaft“ im Lehrbereich durchaus kritisch zu sehen.

jj

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