„Wir sind Preisträger!“: die Vertreter des Kulze in Schwabniederhofen. Fotos: herold

Freude bei den Gewinnern des Kultur- und Umweltpreises des Landkreises

Region Schongau - Ehre, wem Ehre gebührt: Bei der Kreistagssitzung in Peiting sind der Kulturpreis und der Umweltpreis des Landkreises verliehen worden - letzterer diesmal zweigeteilt.

Als ein „kulturelles Kleinod“ bezeichnete Landrat Friedrich Zeller das Kulturzentrum (Kulze) Schwabniederhofen, das vor vier Jahren von Stefan Wintersberger, Reinhard Demmler, Carola Gistl und Florian Zick ins Leben gerufen worden ist. Beheimatet ist es im alten Raiffeisen-Lagerhaus in Schwabniederhofen. Von den Initiatoren und vielen Helfern wurde es zu dem umgebaut, was es heute ist. Vom Bauchladen-Theater bis zum Auftritt der Münchner Brass-Band sei dort alles geboten, so Zeller. „Das Kulze hat sich in einer Weise entwickelt, die alle begeistert“, so der Landrat, der die Auszeichnung überreichte. „Wir haben noch viele Ideen und Projekte am Laufen“, kündigte Kulze-Sprecher Florian Zick an.

Ebenfalls mit 3000 Euro ist der Umweltpreis des Landkreises dotiert. Diese Summe teilen sich heuer die Landvolkshochschule Wies und die Mittelschule Peiting. „Die Landvolkshochschule ist ein Lernort bester Güte. Sie steht für Bildung im ländlichen Raum“, so Zeller in seiner Laudatio. Die vielen Angebote reichten von Bauerntagen, Besinnungs-, Begegnungs- und Fastenwochenenden bis zu Umweltseminaren. Aus dem einstigen Wieser Umweltgipfel sei mittlerweile das Wieser Zukunftsforum entstanden, „ein wichtiges Forum für den Landkreis“, das sich großen Respekt verschafft habe. Es sei auch ein Ansporn für die Energiewende im Landkreis gewesen. Den Umweltpreis nahmen der frühere Landvolkshochschul-Leiter Rainer Remmele (jetzt Regens-Wagner-Stiftung) und enge Mitarbeiter entgegen.

Den Umweltpreis gab es aber auch für die Mittelschule Peiting. „Eine Vorzeigeschule“, wie der Landrat versichert. Umwelterziehung und Umweltbildung würden dort großgeschrieben und vorgelebt. Nicht umsonst sei die Schule schon sieben Mal vom Bayerischen Umweltministerium ausgezeichnet worden.

Sie sei nicht nur ein Vorreiter in Sachen Photovoltaik, sondern auch in vielen anderen Bereichen, zum Beispiel mit einer Patenschaft für eine Streuobstwiese und bei der Renaturierung des Schwarzlaichmoores, beim Schulgarten und Walderlebnispfad. Hinzu kämen Projektwochen über gesunde Ernährung usw. Die Auszeichnung nahm Rektor Jochen Böhm entgegen, wobei ein besonderer Dank auch an den Mittelschul-Lehrer und Kreisrat Hans Schütz (Grüne) ging.

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