Volksbegehren im Krankenhaus: Eine Stunde lang konnte man sich bei Martin Keßler (r.) gegen die Studiengebühren eintragen. Michael Gröger (l.) unterschreibt. foto:can

Zur Halbzeit des Volksbegehrens: Noch reichen die Stimmen bei weitem nicht

Weilheim-Schongau - Zur Halbzeit des bis 30. Januar angelegten Volksbegehrens gegen die Studiengebühren haben sich in den Städten und größeren Gemeinden in WM-SOG erst drei bis fünf Prozent eingetragen.

Weilheim/Schongau - Zur Halbzeit des bis 30. Januar angelegten Volksbegehrens gegen die Studiengebühren haben sich in den Städten und größeren Gemeinden im Landkreis zwischen drei und fünf Prozent der Stimmberechtigten in die Listen eingetragen.

Eigentlich habe er sich etwas mehr erhofft, sagte gestern der Leiter des lokalen Bündnisses gegen die Studiengebühren, Matthias Demmel aus Weilheim. Dennoch gibt er sich optimistisch: Es sei ja erst Halbzeit, „ich denke, dass wir die zehn Prozent schon noch erreichen“.

In Weilheim hatten sich bis gestern knapp fünf Prozent der Stimmberechtigten eingetragen, in Schongau 4,7, in Peiting 4,6, in Hohenpeißenberg 4,7 Prozent, in Penzberg knapp vier, in Polling 3,6, in Seeshaupt 3,5 und in Peißenberg 3,2 Prozent. Demmel setzt vor allem auf den Endspurt, „da wird noch einiges gehen“, glaubt er.

Davon geht auch Martin Keßler vom Bürgerservice Schongau aus. Gerade zu den Sonderöffnungszeiten am Wochenende sei es durchaus möglich, noch einmal einige Stimmen zusammenzubekommen. „Wenn es so weiter geht wie bisher, schaffen wir die zehn Prozent in Schongau“, so Keßler zuversichtlich. Vor seinem Schreibtisch war bisher die ganze Bandbreite an Leuten vertreten. „Der größte Teil ist aber mittleren Alters und älter, die für ihre Kinder und Enkel unterschreiben.“

Am gestrigen Mittwochnachmittag war er bereits in Altenheim und Krankenhaus unterwegs. „Da es keine Briefwahl gibt, müssen wir den Service anbieten, auch dort unterschreiben zu können.“ Die Beteiligung war allerdings überschaubar. Nur ein paar wenige vom Personal ergriffen die Gelegenheit. So wie Michael Gröger. Der Schongauer arbeitet in der Krankenhausküche und setzte nach seiner Schicht schnell seine Unterschrift auf Keßlers Liste.

Das Schongauer Rathaus ist heute, 24. Januar, von 18 bis 20 Uhr und am Samstag, 26. Januar, von 10 bis 12.30 Uhr gesondert geöffnet. Auch Informationsstände wird es geben.

can/mb

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