Herrscht Interesse an Infotafeln?

Schwabsoien - Bekommt auch Schwabsoien ein neues, innerörtliches Leitsystem? Mit dieser Frage befasste sich jetzt der Schwabsoier Gemeinderat.

Wie Bürgermeister Konrad Sepp erklärte, hat kürzlich eine gemeinsame Veranstaltung von Gemeinde, Gewerbetreibenden und dem Planer Thomas Pihusch vom Planungsbüro „Topplan“ stattgefunden. Im Rahmen eines „Leader“-Projektes übernimmt das Büro die Planung und Umsetzung für innerörtliche Leitsysteme der teilnehmenden Kommunen, gefördert wird dieses mit 50 Prozent Zuschuss zu den Kosten.

„Leider haben an dem Termin - bedingt durch einen nicht eingeplanten Paralleltermin - nur rund 15 Gewerbetreibende teilgenommen“, bilanziert der Rathauschef. Im Vorfeld hatte sich Pihusch in Schwabsoien und Sachsenried umgesehen und „glücklicher Weise keinen Schilderwald gefunden“, sagte Sepp. „Und den wollen wir auch nicht aufbauen, sondern geordnet und übersichtlich auf die verschiedenen Firmen, Sehenswürdigkeiten und natürlich auf unser Gewerbegebiet hinweisen.“

Bei der Veranstaltung habe Sepp ein grundsätzliches Interesse der Gewerbetreibenden festgestellt, dass sich auf eine zentrale Hinweistafel im Ort konzentriert habe. Außerdem solle an allen vier Ortseingängen auf das Gewerbegebiet hingewiesen werden.

An den Gemeinderäten lag es zu entscheiden, in welchem Rahmen sich die Gemeinde an den Kosten für das Leitsystem beteiligt. Fest stehe, dass die Gemeinde die 715 Euro für das erste von drei vorgesehenen Modulen ohnehin bezahlt. Dieses Modul umfasst nach einer groben Ortsbesichtigung die Erstellung eines Vorentwurfes, die Bedarfsermittlung sowie die Entwurfsplanung gemeinsam mit den Betrieben. Die Kosten für die späteren Schilder müssten dann die Betriebe tragen, die Gemeinde würde sich beteiligen.

Und dieses erste von drei Modulen ist es auch, bei dem es die Schwabsoier - vorerst - belassen werden. „Von 85 angeschriebenen Gewerbetreibenden waren gerade mal 15 da, einer hat ein klares Interesse signalisiert - für mich war die Info-Veranstaltung ein eindeutiges Zeichen, dass bei den Gewerbetreibenden das Interesse an einer einheitlichen Beschilderung fehlt“, sagte Ulrich Starker. „Eine zentrale Hinweistafel im Ort, ausreichende Hinweise aufs Gewerbegebiet, fertig!“ Georg Pröbstl wies darauf hin, dass heutzutage ja ohnehin fast jeder ein Navi im Auto bzw. ein Handy mit Navigationsfunktion habe. „Ich sehe aber die Hinweisschilder aufs Gewerbegebiet als dringend notwendig.“

Konrad Leichtle sah es pragmatisch: „Die Bedarfsermittlung kriegen wir auch alleine einfacher hin. Wir schreiben jeden an, dafür brauchen wir keine 715 Euro.“ Und: „In Anbetracht knapper Kassen ist das selbst bei 50 Prozent Förderung noch viel Geld.“

Manfred Schmid will bei der Info-Veranstaltung sehr wohl ein Interesse der Gewerbetreibenden, besonders für eine zentrale Infotafel, bemerkt haben. „Und wenn wir mitreden wollen, müssen wir uns auch an den Fixkosten beteiligen.“ Herbert Wohlhaupter ergänzte: „Wir sind es den Gewerbetreibenden schuldig, dass sie ihre Schilder bekommen. Und Hinweisschilder aufs Gewerbegebiet fehlen schon lange.“

Und so einigten sich die Gemeinderäte auf folgenden Beschluss: Die Gemeinde Schwabsoien beauftragt und bezahlt das erste von besagten drei Modulen.

jos

Auch interessant

Kommentare